Köln – Stellen Sie sich einmal vor, Sie kraxeln 292 Stufen den schönen Kölner Dom hoch. Völlig außer Puste kommen Sie im Mittelgeschoss an und dann versperrt ein ziemlich übel gelaunter Domschweizer den Weg: „Hier ist gesperrt, bitte umdrehen“. Einfach so. Weil es ihm gefällt.
Was im normalen Leben eigentlich nie vorkommt – die Dom-Hüter sind schließlich ziemlich freundliche Menschen – passierte am Mittwoch aber zigfach.
„Domschweizer“ Guido Cantz kennt keinen Spaß
„Tattoos müssen abgeklebt werden“, befahl der gemeine Mann alias „Herr Zink“ im Talar und gab einem Mann Klebeband. Ein anderer Mann musste mit der Hand sein Logo der Jacke verbergen. „Werbung ist hier verboten!“ Doch bei etwas näherem Hinsehen konnte man den Spaßvogel im Gotteshaus doch ein wenig erkennen – zumindest als Rheinländer. Ein bisschen sah er aus wie Horst Schlämmer – war er aber nicht.
Niemand anderes als Guido Cantz war für dieses „Heimspiel“ im Hohen Dom besser geeignet, um für „Verstehen Sie Spaß!?“ seine Opfer mal richtig nach Strich und Faden zu veräppeln.
„Verstehen Sie Spaß!?“ im Kölner Dom
Der Dom war eingeweiht – und so bekamen ausgewählte Touristen zum Beispiel keinen Einlass-Chip beim Aufgang – und Guido schickte sie wirklich wieder herunter, um den Chip zu holen. Oder er setzte sie zum Reinigen und Glockenputzen wegen „illegalem Verstoß“ als Strafe ein. In breitestem Kölsch.

Hinter den Kulissen hilft das Team von „Verstehen Sie Spaß!?“.
Copyright: Uwe Weiser
20 Mann sorgten hinter den Kulissen derweil für den perfekten Ablauf, darunter Producer Heiko Tobis, der für alle „Verstehen Sie Spaß?!“-Filme verantwortlich ist. „Seit gestern haben wir aufgebaut, alles hat geklappt.“
Das könnte Sie auch interessieren:
Und der Porzer Blondschopf? Der hatte mächtig Spaß: „Man dreht ja nicht oft in der Heimat“, sagte er in der Drehpause. „Und als alter Messdiener im Dom? Was kann es Schöneres geben?“
Zu sehen gibt es die Szenen voraussichtlich am 21. Dezember um 20.15 Uhr im Ersten. (red)


