Weil das Gebäude am Neumarkt saniert wird, ist die Zentralbibliothek auf die Hohe Straße umgezogen.
Erste EinblickeSo soll Kölns Zentralbibliothek ohne Gerüst aussehen

Diese Visualisierung zeigt, wie das Gebäude der Interims-Zentralbibliothek auf der Hohe Straße aussehen soll.
Copyright: Avalis Investment GmbH
Noch ist die Interims-Zentralbibliothek auf der Hohe Straße teilweise eingerüstet, doch der Eigentümer hat nun erstmals Visualisierungen veröffentlicht, wie das Haus nach dem Ende der Bauzeit aussehen soll.
In der Mitteilung über das Gebäude auf der Hohe Straße 68 bis 82 heißt es: „Die ursprüngliche Fassade wurde vollumfänglich bis auf den Rohbau zurückgebaut und durch eine gefaltete Metall-Vorhangfassade mit Sonnenschutz ersetzt, die in Bronze schimmert und je nach Lichteinfall changiert.“ Der restliche Teil des Gerüsts soll laut einer Sprecherin im Februar verschwinden.

Diese Visualisierung zeigt, wie das Gebäude der Interims-Zentralbibliothek auf der Hohe Straße aussehen soll.
Copyright: Avalis Investment GmbH
Seit 1. Oktober 2025 ist die städtische Zentralbibliothek auf der Einkaufsmeile nach mehreren Verzögerungen komplett geöffnet, das ist mehr als zwei Jahre später als eigentlich geplant. Zuvor hatte im Februar zunächst ein Raum geöffnet, im vorigen Juni folgten drei Etagen.
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Sanierungskosten von 140 Millionen Euro
Der Umzug war nötig, weil das eigentliche Gebäude der Zentralbibiothek am Neumarkt von 1979 stammt und saniert wird. Beide Standorte sind rund 800 Meter voneinander entfernt.
Mitte 2028 soll die Zentralbibliothek am Josef-Haubrich-Hof wieder öffnen, die Kostenprognose liegt bei 139,8 Millionen Euro.

So sieht das Haus aktuell aus.
Copyright: Alexander Schwaiger
Als die Stadt dem Stadtrat den Mietvertrag für das Interim auf der Hohe Straße 2021 im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vorlegte, war darin die Rede von Mietkosten für fünf Jahre von 15,19 Millionen Euro. Aber: Wenn es bei dem Zeitplan der Sanierung am Neumarkt bleibt, würde die Stadt das voll funktionsfähige Interim nur knapp drei Jahre benötigen.
Zur Frage, was mit dem Interim passiert, wenn die Stadt es nicht die vereinbarten fünf Jahre benötigt, hatte die Verwaltung vor zweieinhalb Jahren mitgeteilt, dass eine konkrete Aussage verfrüht sei. „Sollte ein Auszug vor Ende der Mietzeit erfolgen, könnten diverse Nachnutzungen in Betracht kommen, die dann vom aktuell bestehenden Bedarf abhängen.“
Allerdings wird das Haus zu einer weiträumigen Bibliothek umgebaut, die Frage ist, ob darin beispielsweise ein Büro-Standort der Stadt überhaupt denkbar wäre.
Die Stadt nutzt inklusive der Untergeschosse fünf Geschosse, in den beiden Etagen darüber ist ein Fitnessstudio untergebracht. Im Erdgeschoss werden auch noch Handelsflächen vermietet. (mhe)

