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Nach BaustoppDiese international bekannte Marke eröffnet Hotel am Kölner Dom

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Das Senats-Hotel im Jahr 2023.

Das Senats-Hotel im Jahr 2023. 

Das Senats-Hotel am Kölner Dom soll nach dem Umbau nächstes Jahr eröffnen. Jetzt steht auch offiziell fest, welche Hotelmarke dort einzieht.

Jetzt ist es fix: Im früheren Senats-Hotel 250 Meter südlich des Kölner Doms soll nächstes Jahr ein Hotel der Hilton-Gruppe mit 183 Zimmern eröffnen. Das teilte die Hotelkette mit. Demnach gehört das neue Hotel zur sogenannten  Hilton-Marke „Tapestry Collection“, die es in Deutschland damit erstmals geben wird. Zu welchem exaktem Zeitpunkt im nächsten Jahr das Hotel eröffnet, teilte Hilton nicht mit.

Wie berichtet, hatte die Foremost Hospitality Unternehmensgruppe das frühere Senats-Hotel im vergangenen Jahr gekauft. Das Berliner Unternehmen verfügt laut eigener Aussage „über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Entwicklung und des Betriebs von Hotels“. In Deutschland führt die Firma laut ihrer Internetseite neun Hotels an sieben Standorten, beispielsweise in Hamburg, München oder Düsseldorf. Alle gehören zur Hilton-Gruppe.

Vor der Insolvenz des früheren Projektentwicklers, der Düsseldorfer Gerchgroup, im Jahr 2023, sollte das denkmalgeschützte Haus aus dem Jahr 1958/1959 ein Hotel der Marke „Radission Red“ beherbergen. Das hat sich aber erledigt, weil der Verkauf  betreiberfrei erfolgte. Der Umbau  hatte schon begonnen, bevor die Insolvenz zum Baustopp führte. 

Für Köln bedeutete der damalige Verkauf, dass alle Flächen des früheren Laurenz-Carrés nach der Insolvenz neue Eigentümer haben und es keinen jahrelangen Stillstand gibt. Den Begriff Laurenz-Carré hatte die Gerchgroup gewählt, weil das Bauprojekt am Laurenzplatz in der Innenstadt liegt.

Dazu gehörten auf dem nördlichen Baufeld ein altes Gebäude samt in die Jahre gekommenem Parkhaus und weiterer Gebäude. Auf dem südlichen Baufeld stehen das denkmalgeschützte Senats-Hotel und ein weiteres Haus, in dem früher der Music Store verkaufte. Auch ein Parkhaus gehört dazu.

Diese Visualisierung für das Senats-Hotel hatte der mittlerweile insolvente Projektentwickler Gerchgroup in der Vergangenheit präsentiert.

Diese Visualisierung für das Senats-Hotel hatte der mittlerweile insolvente Projektentwickler Gerchgroup in der Vergangenheit präsentiert.

Die Gerchgroup wollte das Senats-Hotel sanieren und die restlichen Häuser durch neue ersetzen – mit Büros, Hotel, Handel und Wohnungen. 400 Millionen Euro wollte das Unternehmen investieren, doch dann kam die Insolvenz. Die Baustelle lag ein Jahr brach.

Am Ende drittelte Insolvenzverwalter Jens Schmidt das Bauprojekt, um es besser verkaufen zu können. Das nördliche Baufeld samt Bürogebäude direkt gegenüber des Kölner Doms übernahm die Hanse-Merkur Grundvermögen AG. Das Recht, das Grundstück für das Wohngebäude zu nutzen, hat das Unternehmen „The Flag“ aus Attendorn übernommen. Foremost übernimmt nun das Senats-Hotel, dessen Sanierung auch begonnen hatte, nach der Insolvenz aber gestoppt wurde.