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Parkplatznot an der Messe KölnNeues Parkhaus an der Zoobrücke soll Problem lösen

Lesezeit 3 Minuten
Für ein Parkhaus ungewöhnlich elegant schlängelt sich der Neubau an der Bahntrasse und der Zoobrücken-Rampe entlang.

Für ein Parkhaus ungewöhnlich elegant schlängelt sich der Neubau an der Bahntrasse und der Zoobrücken-Rampe entlang.

Köln – Der Startschuss für den grundlegenden Umbau der Kölner Messe ist gefallen. Gestern wurde der Grundstein des neuen Parkhauses an der Zoobrücke gelegt. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unser Gelände fit für das Messegeschäft der Zukunft zu machen“, sagte Messechef Gerald Böse, der augenzwinkernd betonte, dass man nur ein richtiger Messechef sei, wenn man einmal einen Grundstein gelegt habe.

Bis Ende 2017 soll das „Parkhaus Zoobrücke“ mit 3260 Stellplätzen auf fünf Geschossen fertig sein. Insgesamt 27 Millionen Euro wird der Neubau mit knapp 80 000 Quadratmetern Nutzfläche kosten, der neben den Stellplätzen auch Logistikflächen für den Auf- und Abbau bietet. Neben 280 Plätzen für Frauen und 35 für Behinderte wird es zudem auch 10 Elektro-Ladeplätze geben.

Für den Bau hatte die Kölner Messe einen „Design und Build“-Wettbewerb ausgeschrieben. Sieger ist das Kölner Büro Schulte-Architekten zusammen mit der Deutschen Industrie- und Parkhaus GmbH (dip).

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3000 Metall-Elemente

Das Konzept eines geschwungenen Baukörpers überzeugte die Messe. „Wir wollten ein Gebäude schaffen, das sich mit seiner eigenständigen Formensprache in das Umfeld einpasst“, sagt Wilhelm Schulte, Chef von Schulte-Architekten. Gleichzeitig solle das Gebäude eine architektonische Landmarke für das Rechtsrheinische sein. „Aus diesem Grund bauen wir hier nicht ein Parkhaus im klassischen Sinne, sondern haben uns von der direkten Umgebung inspirieren lassen“, so Schulte. So sei die Idee zu einer organischen Baustruktur entstanden. Der geschwungene Baukörper werde zusätzlich den Blick zum Dom freihalten. „Es wird eigentlich schon fast ein poetisches Parkhaus“, so Schulte.

Stilistisch besonders aufwendig wird die Nordfassade. Hierfür entwarf das Stuttgarter Büro Wulf Architekten eine Fassade mit 3000 Metallelementen, die sich schuppenförmig aneinander reihen. Ein weiterer Teil der Fassade wird darüber hinaus begrünt.

Neben einer schönen Erscheinung muss das Parkhaus künftig auch den zügigen Verkehrsabflusses zu Messezeiten gewährleisten. Schließlich sind Staus rund um das Messegelände bislang eines der größten Ärgernisse für Aussteller, Besucher und Anwohner. Deshalb entschied die Messe sich mit dem aus zwei Baukörpern bestehenden Parkhaus für eine Struktur, die durch innenliegende Verbindungsrampen einen zügigen Verkehrsfluss ermöglicht. Des Weiteren wird es getrennte Ausfahrten stadtein- und stadtauswärts geben.

Mit dem Projekt „Koelnmesse 3.0“ soll das gesamte Gelände in Deutz bis zum Jahr 2030 modernisiert werden. Geplant ist eine Revitalisierung insbesondere der Südhallen mit neuem Eingangsterminal, ein Verbindungs-Boulevard in Ost-West-Richtung, attraktivere Hallen und eine schönere Gestaltung der Flächen um die Hallen. Mehr als 600 Millionen Euro wird der Umbau kosten. Geplant ist außerdem der Bau einer neuen Halle 1plus, die zum Ausgleich der Baumaßnahmen 10 000 Quadratmeter zusätzlicher Fläche bietet. Auch die sogenannte Confex-Halle für Messen wie auch für Kongresse wird neu entstehen.

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