Drei Bewerber um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele sind noch übrig. Nationale Entscheidung am 26. September.
Kölns Olympia-PläneBurmester hält das NRW-Konzept für das beste

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester vor dem Logo der Olympiabewerbung Köln-Rhein-Ruhr
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Zur Abgabe des finalen Olympia-Konzeptes für Köln und die Region beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) am Donnerstag zeigte sich Oberbürgermeister Torsten Burmester zuversichtlich, er sagte: „Aus meiner Sicht machen wir als Köln-Rhein-Ruhr dem DOSB und seinen Mitgliedsverbänden das beste Angebot von allen drei verbleibenden Bewerbern.“
München und Berlin wollen ebenso wie Köln mit der Region Rhein-Ruhr Olympische und Paralympische Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 ausrichten. Eine Bewerbung aus Hamburg war am Sonntag durch ein „Nein“ der Bevölkerung im Bürgerreferendum verhindert worden. Bis Donnerstag mussten die Bewerber einen umfänglichen Fragebogen des DOSB beantwortet und ihre Konzepte finalisiert haben.
OB Torsten Burmester bezeichnet Köln als „das Herz“ der Olympia-Bewerbung aus NRW
„Köln ist mit seiner internationalen Strahlkraft das Herz dieser Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in der Region“, sagte Burmester: „Wir können authentisch die Werte vermitteln, für die Olympische und Paralympische Spiele stehen: Weltoffenheit, Zusammenhalt und Fair-Play.“
Die Pläne für NRW verantwortet ein Team in der Düsseldorfer Staatskanzlei, von dort hieß es zuletzt, das Konzept umfasse rund 300 Seiten. Neue Details, etwa wo die ursprünglich für Herten vorgesehenen Mountainbike-Wettbewerbe nun stattfinden sollen, wurden bislang nicht mitgeteilt. In Herten hatten nicht genug Menschen am Bürgerreferendum teilgenommen, weshalb die Stadt nicht länger Teil der NRW-Bewerbung sein kann. Auch konkretisierte Pläne zum möglichen temporären Leichtathletikstadion samt Olympischem Dorf im geplanten Kölner Stadtteil Kreuzfeld wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
Ein Sprecher der Stadt teilte auf Anfrage mit: „Seit dem positiven Ratsbürgerentscheid am 19. April wurde das Konzept in enger Abstimmung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Landessportbund NRW und mit den beteiligten Kommunen, darunter natürlich auch die ‚Leading City Köln‘, fortlaufend weitergeschrieben und punktuell angepasst und konkretisiert.“ Grundlegende Veränderungen seien nicht vorgenommen worden. „Das Olympische und Paralympische Dorf soll weiterhin als temporäres Dorf mit rund 16.000 Betten im Stadtteil Kreuzfeld entstehen und anschließend eine dauerhafte Wohnnutzung für perspektivisch 10.000 Menschen ermöglichen.“ Das Dorf werde nach den Spielen Wohnraum in einem neuen Stadtviertel im Kölner Norden schaffen, sagte Burmester: „Durch die Spiele erhält dieses Großprojekt wichtigen Aufschwung.“
Zuletzt hatte München ein Duell mit Köln in einer anderen Sache für sich entschieden: Beide Städte hatten sich als Standort für die erste Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem beworben. Als „idealer Standort“ wurde München auserkoren. Dämpft das die Kölner Hoffnungen auf einen Zuschlag der Mitgliederversammlung des DOSB am 26. September in Baden-Baden? Burmesters Antwort dazu fiel knapp aus: „Nein.“
