Die erste Kölner Filiale der Billig-Kaffeekette LAP Coffee im Belgischen Viertel hat geschlossen, obwohl hier noch im Mai lange Schlangen anzutreffen waren. Im Geschäft sind auch noch die restlichen Umzugskartons zu sehen. Dies ist nicht die einzige Filiale in Köln, denn auch den Standort in Lindenthal gibt es nicht mehr. Von vier bislang eröffneten Kölner LAP-Filialen bleiben damit nur noch zwei übrig: Ehrenstraße und Chlodwigplatz.
Dabei war der Start im Belgischen Viertel ein echter Hype-Moment: Als LAP Coffee im Mai 2026 in der Limburger Straße seine erste Kölner Filiale eröffnete, bildeten sich lange Schlangen vor der Tür. Kaffee zum Kampfpreis – ein Cappuccino soll dauerhaft 2,50 Euro kosten – traf offenbar einen Nerv. Gründer Ralph Hage sagte damals: „Wir hatten aus keiner anderen deutschen Stadt so viele Nachrichten bekommen wie aus Köln.“
Fünfte Filiale von LAP Coffee in Köln war geplant
Es folgten weitere Filialen in Lindenthal auf der Dürener Straße, an der Ehrenstraße und am Chlodwigplatz. Erst im Juli wurde dann eine fünfte Filiale angekündigt: in der Hahnenstraße, nur einen Steinwurf vom Rudolfplatz entfernt. Ein Eröffnungstermin stand damals noch nicht fest.
Mit den zwei Filialschließungen folgt Köln einem Muster, das sich zuvor bereits in Hamburg gezeigt hat: Auch dort ist die Zahl der LAP-Filialen bereits gesunken.

Auch das LAP-Café auf der Dürener Straße ist dicht.
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Auf Nachfrage äußert sich Gründer Ralph Hage nun zu den Gründen: „Wir haben LAP gegründet, damit guter Kaffee jeden Tag bezahlbar ist. Ein Cappuccino für 2,50 Euro braucht kleine Läden, effiziente Abläufe und Standorte, die ihre Kosten decken. Mit jedem Standort lernen wir besser, wo unser Konzept in den Alltag der Menschen passt. Diese Erfahrungen beeinflussen unsere Standortwahl und unser Wachstumstempo.“
„Wenn ein Laden unsere Erwartungen nicht erfüllt, müssen wir reagieren. Dazu kann auch gehören, ihn zu schließen“, wird Hage deutlich. Man wisse, dass die Schließungen für die Teams und Stammgäste enttäuschend seien, aber man wolle LAP dauerhaft aufbauen. Deshalb würden für bestehende Läden dieselben wirtschaftlichen Maßstäbe gelten wie für neue.
„Wir überprüfen unsere Entscheidungen und korrigieren sie, wenn wir langfristig keine tragfähige Perspektive sehen. Damit wollen wir den wirtschaftlichen Erfolg von LAP sichern – und dafür sorgen, dass der Cappuccino für 2,50 Euro in deutschen Innenstädten bleibt“, so Hage.


