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Schule am LimitLongericher Grundschule wartet auf Abkühlung

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Hinter einem bunten Zaun liegt ein zweigeschossiges Schulgebäude mit großen Fenstern.

Die vier Klassen auf der Ostseite des Gebäudes klagen über extrem hohe Raumtemperaturen durch die Sonneneinstrahlung.

Die GGS Gartenstadt leidet unter extrem aufgeheizten Klassenräumen bei den hochsommerlichen Temperaturen. Abhilfe gestaltet sich schwer.

Der kommenden, angesagten Hitzeperiode sehen die Schülerschaft und das Kollegium der Gemeinschafts-Grundschule (GGS) Gartenstadt bereits mit Grauen entgegen. Dann nämlich wird sich ihr Schulgebäude wieder in eine Sauna verwandeln – wie in den letzten zwei Juni-Wochen regelmäßig. Den Sommerferien, die am 20. Juli beginnen, fiebern einige angesichts dessen besonders sehnlich entgegen. „Wir hatten die Temperaturen in den betroffenen Klassen per Hitzeprotokoll festgehalten“, erzählt Anna Lotte Böttcher, die Mutter einer Erstklässlerin. „Schon um 8 Uhr haben wir 33 Grad verzeichnet – denn abends und nachts ist natürlich niemand da, der die Klassenräume durchlüften kann.“ Und mittags seien es locker mehr als 40 Grad – aber dann sei ohnehin längst hitzefrei. 

Schulensemble steht unter Denkmalschutz

Vier Klassenräume der Gemeinschafts-Grundschule Gartenstadt liegen auf der Ostseite des Gebäudes an der Altonaer Straße 32. In den Morgenstunden scheint die Sonne frontal auf die Fenster, gegen Mittag immer noch diagonal. „Meine Tochter kommt knallrot und verschwitzt aus der Schule“, berichtet sie. Die baulichen Gegebenheiten machen eine Lösung schwierig: Seit 1989 steht die in den 1950er-Jahren erbaute Schule unter Denkmalschutz, gemeinsam mit der benachbarten katholischen Marienschule auf dem gleichen Gelände. Das Gebäude hat horizontal zweigeteilte Fenster, die sich aufklappen lassen, jedoch nur einfach verglast sind. 

Als mögliche Lösung hat die Schulpflegschaft Hitzeschutzfolien ins Auge gefasst, die sich von außen ohne optische Beeinträchtigung auf die Fenster anbringen ließen und laut Herstellerangaben die Räume um bis zu neun Grad kühlen könnten. Die Stadt hält die Lösung nicht für geeignet und lehnt die Anschaffung ab. Auch die Bezirksvertretung Nippes stimmte gegen eine Finanzierung in Höhe von 8425 Euro aus ihrem Budget für bezirksorientierte Mittel: Man verstehe zwar das Anliegen der Schule, doch ein angemessenes Raumklima gehöre zu den Kernaufgaben der Stadt und sei keine Sache für das kleine Bezirks-Budget. 

Auf ihrer Sitzung Anfang Mai beschloss sie jedoch einstimmig einen Antrag an die Verwaltung, kurzfristig an der Schule für Hitze-Abhilfe zu sorgen. Inzwischen haben vier Mitglieder der Elternpflegschaft eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Bezirksregierung Köln eingereicht. Wie Stadt-Pressesprecherin Eva Fiedler erläutert, sei die GGS Gartenstadt einer der Standorte aus dem vom Rat beschlossenen Gebäude-Instandhaltungspaket für Schulen. Hierbei spiele neben dem baulich-technischen Zustand, auch der Hitzeschutz eine Rolle. Per Ratsbeschluss soll die Verwaltung bis zum dritten Quartal einen Umsetzungs- und Finanzierungsvorschlag für das Paket erarbeiten.

Zudem verweist sie darauf, dass die von den Eltern angeführte Hitzereduktion durch die gewünschten Folien nur bei Glasflächen mit mittlerer Wärmeeinwirkung zu erwarten sei, nicht jedoch bei Fenstern, die hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt seien. Infolgedessen, und aufgrund der durch die Kassenlage zwingend erforderlichen Kosten-Nutzen-Abwägung, habe man sich – mit Verweis auf das im Herbst ohnehin zu erwartende Schul-Sanierungspaket – gegen den Kauf der Folien entschieden.