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Ehemalige SchokoladenfabrikAb Herbst entsteht der Campus Köln Ost an der Stollwerckstraße

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Ein Luftbild zeigt zwei große Industriehallen neben Wiesen und Bäumen.

So sollen die Hallen einmal aussehen, die Panattoni an der Stollwerckstraße bauen wird. 

Wo einst Stollwerck-Schokolode fabriziert wurde, wird der auf Logistik spezialisierte Immobilien-Entwickler Panattoni den „Campus Köln Ost“ bauen. 

Die Verwaltung soll prüfen, ob sich die Stollwerckstraße in Westhoven  durchgehend in einem „endausgebauten“ Zustand befindet. Das hat die Bezirksvertretung Porz auf Antrag der SPD beschlossen. Hintergrund für den Antrag ist die Entwicklung des ehemaligen Stollwerck-Geländes.

Auf dem Areal, auf dem Mitte der 70er Jahre bis zum Jahr 2005 Schokolade für den Weltmarkt produziert wurde und das später als Drehort für Filme und Serien wie den Kölner Tatort diente, wird Panattoni Deutschland den Campus Köln Ost aufbauen. Auf dem 69.400 Quadratmeter großen Areal soll ein Mix aus kleinteiligen und großflächigen Gewerbeeinheiten unterstehen, die unterschiedlichen Nutzeranforderungen gerecht werden. Das Unternehmen Panattoni, das Logistik- und Industrie-Immobilien entwickelt, will sein Projekt in zwei Bauabschnitten realisieren.

An einer Straße steht ein großes weißes Gebäude, daneben Bäume.

Politiker wollen sicherstellen, dass die Stollwerckstraße dem künftigen Schwerlastverkehr standhalten wird.

Zehn Einheiten finden in einem rund 10.400 Quadratmeter großen „City Dock“ Platz. Der Baubeginn des City Docks in Phase 1 ist für das dritte Quartal dieses Jahres und die Fertigstellung für das vierte Quartal 2026 geplant. Phase 2 beginnt mit dem Baubeginn des Panattoni Parks im dritten Quartal 2026 und endet mit der Fertigstellung im dritten Quartal 2027. Der Panattoni Park verfügt über rund 30.000 Quadratmeter Mietfläche. Beide Gebäudekomplexe sollen über Lärmschutzwände verfügen und sich einen Tiefhof teilen. So sollen Lärmemissionen nach außen abgeschirmt werden.

Direkte Anbindung des Campus an den Flughafen und Autobahnen

„Wir sehen in dem Standort eine sehr gute Ausgangslage für unternehmerisches Wachstum mitten in Köln“, wird Fred-Markus Bohne, Managing Partner von Panattoni Deutschland und Österreich, in einer Mitteilung zitiert. „Unser Campus-Konzept bietet die Basis, dass dieses innovativ, nachhaltig und flächeneffizient realisiert wird.“ Besonders die Lage des Areals ist für Panattoni entscheidend: Es gibt eine direkte Anbindung an die A4 und die A3, A59 sowie A559 sind auch nicht weit. Auch die Nähe zum Flughafen Köln-Bonn und zum Bahnhof Eifeltor sei attraktiv, heißt es seitens des Unternehmens. Das entwickelt bereits zwei Großprojekte in Köln. Bei einem Projekt hat Panattoni die frühere Prototypen-Produktionsstätte von Ford  im Niehler Hafen übernommen. Auch das andere Projekt befindet sich im Stadtteil Niehl.

Die Porzer Politik rechnet durch die Entwicklung des Areals künftig mit mehr Lkw-Verkehr. Aber bereits heute sei die fehlende Gehwegführung in der östlichen Stollwerckstraße ein Sicherheitsrisiko. Ab der Kölner Straße sei kein durchgehender Gehweg vorhanden. „Dies zwingt Fußgängerinnen und Fußgänger entweder auf der Seite ohne Gehweg zu laufen oder die Straße auf Höhe eines stark frequentierten Discounters ohne Querungshilfe zu überqueren“, heißt es in dem Antrag der SPD. Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastung durch Schwerlastverkehr sei eine sichere Wegeführung für den Fußverkehr „zwingend erforderlich“.

Unabhängig von dem, was die Prüfung ergibt, fordert die Bezirksvertretung Porz zwischen der Kölner Straße und der Straße Am Westhover Berg einen durchgehenden, ausreichend dimensionierten Gehweg, um die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger zu gewährleisten.