Sechs Menschen hat die Kölner Feuerwehr in der Nacht zu Freitag (23. Oktober 2026) aus einem Wohnhaus in Bayenthal in Sicherheit gebracht. Um 0.27 Uhr ging bei den Einsatzkräften die Meldung über einen Brand mit Menschenrettung an der Koblenzer Straße ein. Damit begann ein Großeinsatz im Kölner Süden.
Bereits die zuerst eingetroffenen Trupps meldeten dichten Qualm und eine Gefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner. Ohne Verzögerung forderten sie weitere Kräfte an.
Einsatz in Köln-Bayenthal: Feuerwehr bringt sechs Menschen in Sicherheit
Was die Lage in dem Gebäude ausgelöst hatte, schilderte ein Sprecher der Feuerwehr noch in der Nacht: „Durch den Brand einer Mülltonne im Einfahrtsbereich des Gebäudes wurde eine massive Rauchentwicklung verursachte“. Nach seinen Angaben drang der Qualm über mehrere Wege in das Haus ein. Die Bewohner hätten deshalb nicht mehr ins Freie gelangen können.
Zwei der insgesamt sechs Geretteten holten die Einsatzkräfte über die Drehleiter aus dem Gebäude. Anschließend untersuchte der Rettungsdienst alle Betroffenen. Unter dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung kam eine Person in ein Krankenhaus.
Schlimm: In Höhenhaus brannten in der Nacht gleich drei Mülltonnen. In Seeberg und Chorweiler hatte es bereits in der Nacht zu Dienstag (20. Oktober) mehrere Müllbrände gegeben.
In Bayenthal war das Feuer in der Mülltonne rasch gelöscht. Danach belüfteten die Feuerwehrleute das Gebäude intensiv, bis schließlich alle Bewohner das Haus unverletzt verlassen konnten. Im Anschluss prüften die Einsatzkräfte sämtliche Etagen und jede einzelne Wohnung darauf, ob Rauch eingedrungen war.
Mit insgesamt 60 Kräften und 16 Fahrzeugen waren Feuerwehr und Rettungsdienst in Bayenthal im Einsatz. Gegen 2.30 Uhr konnten sie die Arbeiten an der Koblenzer Straße beenden.
Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, wie ein Beamter der Polizeileitstelle auf Nachfrage bestätigte. Wie es zu dem Feuer kam, war am Freitagmorgen noch offen. Ungeklärt blieb damit auch, ob die Mülltonne in der Nacht fahrlässig oder vorsätzlich in Brand gesetzt worden war. (red)

