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Köln-RodenkirchenPolitiker erwägen Tempo 30 auf Weißer Straße

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Eine Straße mit zwei Zebrastreifen ist zu sehen.

Ab Höhe Grüngürtelstraße bis zur Grimmelhausenstraße soll Tempo 30 auf der Weißer Straße eingeführt werden.

In der Bezirksvertretung wurde über eine Reduzierung des Tempos auf einem Abschnitt der Weißer Straße diskutiert. 

In einem gemeinsamen Antrag haben Bündnis 90/Die Grünen, die SPD und die Einzelmandatsträgerinnen von Volt und die Linke, Tempo 30 auf der Weißer Straße, zwischen Grimmelshausenstraße und Grüngürtelstraße, gefordert. „Auf dem besagten Straßenabschnitt werden derzeit drei Knotenpunkte dergestalt umgebaut, dass die bisherigen Ampeln entfallen. Dadurch wird der Verkehr auf dem Abschnitt flüssiger“, heißt es aus der Begründung. Dagegen spräche nach Ansicht der Antragsteller, dass in dem Abschnitt zwei Schulen liegen. „Auch die anderen Bereiche Höhe Siegstraße und Grüngürtelstraße sind stark frequentiert, so dass eine Reduzierung der Geschwindigkeit angezeigt ist“, heißt es. „Der Antrag spricht für sich“, sagte Oliver Ismail, Grünen-Fraktionsvorsitzender.

Kreisverkehr und Zebrastreifen ersetzen Ampeln in Rodenkirchen

Nach dem Start am 4. November 2024 sind inzwischen ein Kreisverkehr am Knotenpunkt Hammerschmidtstraße entstanden und an den Kreuzungen Grüngürtelstraße sowie Siegstraße die Ampeln entfernt worden. An deren Stelle wurden Schilder zur Vorfahrtsregelung aufgestellt. „Durch den Wegfall der Ampeln kann der Kfz-Verkehr an den Kreuzungen der Weißer Straße besser fließen“, bestätigt ein Sprecher der Stadt. „Der Radverkehr wird nicht mehr auf dem Gehweg, sondern auf der Fahrbahn geführt.“

Aktuell laufen die oben beschriebenen Arbeiten zur Neugestaltung an der letzten der vier Kreuzungen Weißer Straße,  Grimmelshausenstraße und Siegfriedstraße. Die Arbeiten teilen sich dort in zwei Bauabschnitte. Bis Ende Januar wird, laut Stadt, im ersten Bauabschnitt auf westlicher Seite in Fahrtrichtung Weiß gebaut. Danach folgt der zweite Bauabschnitt auf der östlichen Seite in Fahrtrichtung Rodenkirchen. Die Maßnahme wird voraussichtlich Ende März 2026 abgeschlossen sein.

CDU möchte Tempo 30 nur während der Schulzeit

Einige Politiker wollten die Fertigstellung dann auch zunächst abwarten oder modifizieren. Die CDU stellte dazu zunächst einen Ergänzungsantrag, den Fraktionsvorsitzender Christoph Schykowski begründete. Natürlich bedürfe der Schülerverkehr eines erhöhten Schutzes. Die Frage sei ja nur, ob es den auch vor 7 und nach 17 Uhr bräuchte. „In der Zwischenzeit könnte hier normal Tempo 50 sein“, so Schykowski.

Die FDP/KSG-Fraktion beantragte eine Vertagung. Im Juni hatte die BV auf Anregung des Jugendparlaments als Prüfauftrag die Einrichtung eines Zebrastreifens auf Höhe des Gymnasiums Rodenkirchen gefordert. „Ein sicherer Zebrastreifen oder Querungshilfe stellt den Schutz der Schüler her. Schulen haben Stoßzeiten, keine Dauersituation, die stundenlanges Tempo 30 rechtfertigt. Zudem erzeugt man so Stop-and-Go und Schleichverkehr,“ sagt FDP-Mann Karl Wolters. „Es ist widersprüchlich, den ganzen Abschnitt baulich für flüssigeren Verkehr umzubauen und ihn gleichzeitig pauschal auszubremsen. Auch der ÖPNV leidet unter solchen großflächigen Tempo-30-Regelungen“, ergänzt Fraktionskollege Torsten Ilg. Der Vertagungsantrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Dem ursprünglichen Antrag auf Temp0 30 wurde dann mehrheitlich gegen eine Stimme der AfD und der KSG/FDP Fraktion, bei Enthaltung der CDU-Fraktion mit den Stimmen der ursprünglichen Antragsteller zugestimmt.