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Bauprojekt in KölnAuf ehemaligem Lidl-Gelände in Zollstock geht nichts voran

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Hinter einem Bauzaun ist ein Parkplatz mit vielen abgestellten Autos.

Auf der Fläche des ehemaligen Lidl-Markts sollen Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Derzeit wird sie jedoch als Abstellfläche für Pkw genutzt.

Auf der ehemaligen Lidl-Fläche am Höninger Weg in Zollstock sollen rund 150 Mietwohnungen entstehen. Noch ist von dem Projekt allerdings nichts zu sehen.

Als Ende 2024 der Lidl-Markt am Höninger Weg schloss, war die Enttäuschung bei vielen Menschen im Veedel groß. Vor allem Anwohner im Norden Zollstocks nutzten den Discounter regelmäßig. Gleichzeitig verband sich mit dem Auszug des Marktes aber auch Hoffnung: Auf dem Gelände des ehemaligen Supermarktes und des dazugehörigen Parkplatzes sollen rund 150 Mietwohnungen entstehen. Dafür soll das bestehende Gebäude abgerissen werden.

Bislang deutet auf der Fläche allerdings nichts auf einen baldigen Baustart hin. Der ehemalige Lidl-Markt steht weiterhin leer, von vorbereitenden Arbeiten für den Bau ist nichts zu sehen. Stattdessen ist das eingezäunte Gelände rund um das Gebäude mit zahlreichen Fahrzeugen vollgestellt – darunter offenbar auch mehrere defekte oder stark beschädigte Autos.

Noch kein Bauantrag eingegangen

Das veranlasste die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen zu einer Anfrage an die Stadtverwaltung. Die Lokalpolitiker wollten unter anderem wissen, wie weit die Planungen für die Bebauung fortgeschritten sind, ob bereits ein Bauantrag vorliegt und ob die derzeitige Nutzung als Abstellfläche für Fahrzeuge genehmigt wurde.

Die Stadtverwaltung beantwortete die Anfrage inzwischen. Demnach wurde am 30. Januar dieses Jahres ein Vorbescheid für das Bauvorhaben erteilt. Dieser enthält unter anderem Vorgaben zu 30 Prozent gefördertem Wohnraum, begrünten Dächern sowie unversiegelten Flächen. Ein Bauantrag liegt der Stadt bislang jedoch nicht vor. 

Abstellfläche noch nicht genehmigt

Bereits Ende 2025 leitete das Bauaufsichtsamt zudem ein Ordnungsverfahren wegen der Nutzung des Geländes als Pkw-Abstellfläche ein. Im Zuge dessen sei ein Antrag auf eine „temporäre Nutzungsänderung in Abstellflächen für einen Abschleppdienst“ eingereicht worden. Die Unterlagen seien jedoch unvollständig und mangelhaft, insbesondere fehle ein Immissionsschutzgutachten, so die Verwaltung. „Die Nutzung ist somit nicht genehmigt. Sofern der Immissionsschutz eingehalten werden kann, ist die Art der Nutzung […] voraussichtlich zulässig“, heißt es in der Antwort an die Lokalpolitiker.

Da das Verfahren noch läuft, könne sie auf Nachfrage dieser Zeitung keine weiteren Auskünfte dazu geben, erklärte die Stadt

150 Wohnungen geplant

Der Investor antwortete auf Anfrage dieser Zeitung zum aktuellen Stand des Projekts nicht. Im September 2024 hatte das Unternehmen jedoch bereits Details zu den Planungen genannt. Vorgesehen sind am Höninger Weg 133 bis 143 neben den rund 150 Mietwohnungen auch Flächen für Nahversorgung und Gewerbe, etwa Arztpraxen und Büros. Die Wohnungen sollen zwischen einem und drei Zimmern groß sein, Wohnflächen von 28 bis 75 Quadratmetern bieten und sämtlich barrierefrei sowie mit Balkonen ausgestattet werden. Auch damals war bereits von einem Anteil von 30 Prozent gefördertem Wohnraum die Rede.

Geplant sind Gebäude mit fünf bis sieben Geschossen sowie mehrere Aufzüge. In einer zweigeschossigen Tiefgarage sollen rund 170 Stellplätze entstehen. Vorgesehen sind außerdem begrünte Dächer, möglicherweise begrünte Fassaden, Spielflächen für Kinder sowie Photovoltaikanlagen auf Teilen der Dachflächen. Das rund 7500 Quadratmeter große Grundstück hatte der Investor auf Erbpachtbasis für 99 Jahre von der katholischen Kirche erworben.

Mit Blick auf den Zeitplan bewegt sich das Projekt derzeit allerdings noch im angekündigten Rahmen. Im September 2024 hatte Geschäftsführer Rainer Freigeber einen Baubeginn für Anfang bis Mitte 2027 sowie eine Bauzeit von rund zwei Jahren genannt.