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Ungeimpfte abweisen?Kölner Kirchen diskutieren über Weihnachtsgottesdienste

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Weihnachtsgottesdienste im Kölner Dom.

Köln – „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ heißt eines der bekanntesten Adventslieder - doch an Weihnachten gilt diese Einladung für Ungeimpfte lange nicht überall. Um Corona-Infektionen vorzubeugen, schreiben viele Gemeinden für die Gottesdienste an Heiligabend und Weihnachten die 2G-Regel vor. Kritiker sind empört und erinnern an ein bekanntes Jesus-Wort aus der Bibel: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“

Die Diskussion läuft sowohl in der katholischen wie in der evangelischen Kirche. Beide Kirchen überlassen das Vorgehen den Gemeinden weitgehend selbst. Dadurch unterscheiden sich die Regelungen oft von Gemeinde zu Gemeinde, ja sogar von Gottesdienst zu Gottesdienst innerhalb ein- und derselben Gemeinde.

Unterschiedliche Regeln im Kölner Dom

Im Kindergottesdienst und in der Christmette gilt dann zum Beispiel 2G oder 3G, und man muss sich zusätzlich anmelden. Aber die restlichen Gottesdienste werden häufig unter den normalen Abstands- und Hygieneregeln zelebriert. Das heißt dann: Hier können Ungeimpfte sogar ungetestet teilnehmen.

Im Kölner Dom etwa gelten an den Weihnachtstagen unterschiedliche Regelungen. So sind die Gottesdienste am Heiligen Abend – sowohl die Christvesper für Familien als auch die Christmette um Mitternacht ohne Anmeldung unter 3G-Regeln zugänglich. Für alle Gottesdienste am 1. Weihnachtstag müssen sich die Besucher zwar vorab im Internet anmelden, müssen aber ihren Gesundheitsstatus nicht nachweisen. Laut Domkirche werden an diesem Tag „größere Abstände in den Bänken gehalten, dadurch stehen aber weniger Plätze zur Verfügung“.

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„Das Recht zur Ausübung der Religionsfreiheit, zu der auch der Besuch des Gottesdienstes gehört, ist ein verfassungsmäßig geschütztes Gut“, argumentiert eine Sprecherin des Erzbistums Köln. Man wolle nach Möglichkeit verhindern, dass Gläubige am Kirchenportal abgewiesen würden.

So argumentiert auch Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz: „Die Kirche reagiert auf die landesspezifisch und regional verschiedenen Erfordernisse angesichts der Coronasituation“, sagt er. Ähnlich sieht es die Evangelische Kirche (EKD) in Deutschland. Die Gemeinden verfügten mittlerweile über große Erfahrung, adäquat auf sich verändernde Situationen zu reagieren, sagt ein EKD-Sprecher. „Jeder, der Weihnachten an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, wird dazu in seiner Regionen die Möglichkeit haben.“ (dpa, chh)