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Insolvenzverfahren in KölnZehnkampf-Legende Jürgen Hingsen soll wohl zahlungsunfähig sein

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Jürgen Hingsen vor dem Abflug ins RTL-Dschungelcamp.

Jürgen Hingsen vor dem Abflug ins RTL-Dschungelcamp. (Archivbild)

Olympia-Legende und Dschungelcamp-Star Jürgen Hingsen hat finanzielle Probleme. Ein Kölner Gericht hat nun ein Insolvenzverfahren eröffnet.

Eine deutsche Sportlegende steht vor finanziellen Herausforderungen: Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, wurde am Amtsgericht Köln ein Insolvenzverfahren gegen den früheren Zehnkämpfer Jürgen Hingsen eröffnet. Als Grund wird Zahlungsunfähigkeit genannt. In den 1980er-Jahren gehörte Hingsen zu den prägenden Figuren der internationalen Leichtathletik und lieferte sich mit dem britischen Olympiasieger Daley Thompson zahlreiche Duelle auf höchstem Niveau.

Aus Unterlagen des Amtsgerichts Köln, die der „Bild“-Zeitung vorliegen, geht hervor, dass das Insolvenzverfahren gegen den Olympia-Zweiten Jürgen Hingsen am 22. Juni eröffnet wurde. Es wird unter dem Aktenzeichen 70d IN 196/26 geführt.

Dem Bericht zufolge sind Gläubiger angewiesen, ihre Forderungen ausschließlich gegenüber dem bestellten Insolvenzverwalter geltend zu machen. Zudem muss Hingsen Einnahmen etwa aus Fernsehauftritten oder Sportveranstaltungen dem Verwalter melden. Der 68-Jährige war zuletzt unter anderem Teilnehmer der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“.

Jürgen Hingsen zeigt sich kämpferisch

In einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung erklärte Jürgen Hingsen, er habe das Verfahren selbst beantragt, um „reinen Tisch“ zu machen und klare finanzielle Verhältnisse herzustellen. Er wolle die Angelegenheit nun strukturiert regeln und sich den weiteren Schritten stellen.

Jürgen Hingsen mit Partnerin Francesca.

Jürgen Hingsen will mit seiner Partnerin Francesca neu durchstarten. (Archivbild)

Er wird mit den Worten zitiert: „Ich habe beschlossen, diesen Weg jetzt zu gehen, um auch reinen Tisch zu machen. Darauf habe ich mich eingestellt. Da bin und bleibe ich Sportler. Wenn du stürzt, dann bringt es nichts, liegenzubleiben. Dann musst du aufstehen und den Blick nach vorn richten und die neuen Herausforderungen annehmen, auch wenn es weh tut.“

Fehlgeschlagene Investments als Ursache

Als Ursache der finanziellen Schwierigkeiten nannte der aus Duisburg stammende ehemalige Weltklassesportler eigene unternehmerische Fehlentscheidungen. Diese habe er nach eigenen Angaben vor rund 15 bis 16 Jahren getroffen.

Damals seien größere Summen in Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien und Rohstoffe geflossen, die sich im Nachhinein als verlustreich erwiesen hätten. Daraus hätten sich Verbindlichkeiten im sechsstelligen Bereich entwickelt, so Hingsen gegenüber der „Bild“-Zeitung. Sein Fazit dazu: „Man sollte einfach die Finger von Sachen lassen, von denen man zu wenig Ahnung hat.“

Der 68-Jährige beendete seine aktive sportliche Laufbahn 1989 und war anschließend unter anderem als Moderator, Schauspieler und Motivationsredner tätig. Trotz der angespannten Situation äußert er sich zuversichtlich und sieht das Verfahren nach eigenen Angaben auch als Möglichkeit für einen Neuanfang. Unterstützung erhält er dabei von seiner Partnerin Francesca. (jag)