Erstmals seit fast 19 Jahren hat mit König Felipe VI. und Königin Letizia wieder ein amtierendes spanisches Monarchenpaar die autonome Stadt Melilla besucht. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Mittwoch auf der Plaza de España, um das Königspaar zu empfangen, das sich Zeit für Gespräche und Fotografien mit den Anwesenden nahm.
Bereits am Vortag waren der 58-jährige Monarch und die 54-jährige Königin in die Schwesterstadt Ceuta gereist. Für das Paar handelte es sich um die erste gemeinsame Reise in die beiden spanischen Exklaven an der nordafrikanischen Küste seit Felipes Thronbesteigung.
Bewusste Schlichtheit und wiederverwertete Garderobe
Aufmerksamkeit fand vor Ort auch die Kleiderwahl von Königin Letizia, die sich für eine Kombination in Rosa entschied. Sie trug einen taillierten Blazer der spanischen Modemarke Zara zu einer farblich abgestimmten Bluse im romantischen Stil und einer schwarzen Anzughose, ähnlich jener vom Vortag in Ceuta.
Wie das Modemagazin „Elle“ berichtet, handelte es sich bei dem Blazer um ein bekanntes Stück, das die Königin bereits im Vorjahr bei der Tourismusmesse Fitur getragen hatte. Laut der Analyse des Magazins verfolgt Letizia damit eine gezielte modische Strategie:
Politischer Hintergrund und Programmpunkte vor Ort
Durch den Verzicht auf Neuanschaffungen und das wiederholte Tragen bereits bekannter Kleidungsstücke setze sie auf nachhaltige Kreislaufmode. Das schlichte Büro-Outfit diene zudem dazu, den Fokus nicht auf die Kleidung, sondern auf die Begegnung mit den Menschen vor Ort zu lenken.

König Felipe VI. und Königin Letizia in Melilla.
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Der Aufenthalt besitzt neben dem repräsentativen Charakter auch eine spürbare politische Dimension. Während des vorangegangenen Aufenthalts in Ceuta hatte König Felipe die spanische Souveränität über die beiden Gebiete ausdrücklich bekräftigt.
Im weiteren Tagesverlauf in Melilla standen am Nachmittag Termine an einer örtlichen Schule sowie ein offizieller Empfang mit Vertretungen aus Stadtgesellschaft und den verschiedenen Religionsgemeinschaften auf der Agenda.


