Der norwegische Hof hat auf der Plattform Instagram ein Bild von Königin Mette-Marit veröffentlicht, das die 53-Jährige an ihrem heimischen Webstuhl auf Gut Skaugum zeigt.
Die Veröffentlichung am Freitagvormittag erfolgt während einer längeren Ruhephase: Nach einer Lungenoperation nimmt die Ehefrau von König Haakon voraussichtlich erst im Sommer 2027 wieder offizielle Verpflichtungen wahr. Die Aufnahme selbst stammt aus dem Jahr 2024 und gewährt seltene private Einblicke in den Alltag der Monarchin.
Persönliche Worte zur Wiedereröffnung der Ausstellung
Anlass für die Publikation ist die Wiedereröffnung der Schau „Fäden der Zeit“ im „Königin Sonja KunstStall“. Die Ausstellung war im Zuge der Staatstrauer um den verstorbenen König Harald bis einschließlich Donnerstag geschlossen geblieben.
In dem Beitrag des Palastes schildert Mette-Marit ihre Faszination für das Handwerk. Wenn sie sich vor das Arbeitsgerät setze, kehre Ruhe in sie ein, erklärt die Königin: „Die Zeit vergeht am Webstuhl langsamer, und es ist unmöglich, sich zu beeilen. Weben braucht Zeit, doch der Webstuhl schenkt auch etwas zurück: Zeit und Raum. Eine Auszeit.“
Weben stehe zudem für die gemeinsame Geschichte der Nation, da das Handwerk in Norwegen seit Jahrtausenden sowohl für Alltagsgegenstände als auch in der Kunst verankert sei. Die gezeigten Bildteppiche aus den königlichen Sammlungen decken die Entstehungsjahre 1899 bis 1955 ab.
Hintergründe zu einem besonderen Projekt auf Gut Skaugum
Die Begeisterung der Königin für das Textilhandwerk ist seit Längerem dokumentiert. Bereits 2024 berichtete Mette-Marit in einem Gespräch mit dem Norwegischen Handarbeitsverband von Reaktionen aus ihrem familiären Umfeld. Ihre Angehörigen hätten mitunter genug von ihren ständigen Erzählungen über das Weben. Das Thema sei für sie schlichtweg fesselnd, betonte sie damals.
Gleichzeitig hege sie Pläne für ein größeres Vorhaben. Das Weben eines großformatigen Teppichs bezeichnete sie als ihr „Traumprojekt“. Dafür habe sie seinerzeit eine siebenstündige Fahrt nach Dalarna in Schweden auf sich genommen, um einen historischen, drei Meter breiten Mattenwebstuhl zu erwerben.
Bei der Unterbringung des Geräts auf dem königlichen Anwesen bedurfte es allerdings noch organisatorischer Abstimmung: Sie müsse ihren Ehemann erst noch davon überzeugen, wo das Arbeitsgerät letztlich aufgestellt werden könne.


