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Hoffnung auf Frieden mit WilliamTeure Prozesspleite überschattet Prinz Harrys Rückkehr ins Königreich

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Prinz William und Prinz Harry

Prinz William und Prinz Harry

Harry und Meghan ziehen nach England zurück. Neben der Hoffnung auf Versöhnung trifft Harry ein Millionen-Urteil vor Gericht.

Für Prinz Harry stehen in seiner britischen Heimat gleich an mehreren Fronten wegweisende Entwicklungen an: Während der für den Spätsommer angekündigte Umzug der Familie Sussex den Weg für eine Wiederannäherung an die königliche Familie ebnen könnte, sorgt ein Gerichtsurteil in London für erhebliche finanzielle Belastungen.

Hohe Kosten nach Niederlage im Prozess gegen „Daily Mail“-Verlag

Nachdem Prinz Harry Anfang Juli seinen jahrelangen Rechtsstreit gegen den Verlag Associated Newspapers („Daily Mail“, „Mail on Sunday“) verloren hatte, hat der High Court in London am Freitag eine Entscheidung über die Prozesskosten gefällt. Das berichtet die BBC. Harry und sechs weitere prominente Mitkläger wurden dazu verpflichtet, rund 11 Millionen Euro der Verfahrenskosten zu übernehmen.

Der elfwöchige Prozess, den Harry 2022 gemeinsam mit Prominenten wie Musiker Elton John, dessen Ehemann David Furnish, den Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence sowie dem früheren Politiker Sir Simon Hughes angestrengt hatte, endete mit einer klaren Niederlage.

Prinz Harry und Meghan posieren.

Prinz Harry und Herzogin Meghan ziehen zurück ins Königreich. (Archivbild)

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Kläger ihre Vorwürfe bezüglich mutmaßlich rechtswidriger Recherchemethoden – darunter Telefonüberwachung, der Einsatz von Privatdetektiven und das Erschleichen privater Daten – nicht ausreichend beweisen konnten.

Der Verlag bezifferte allein seine Anwaltskosten auf rund 34,5 Millionen Pfund (etwa 40 Millionen Euro). Da die Prozesskostenversicherung der Klägergruppe Berichten zufolge nur etwa 16 Millionen Pfund abdeckt, drohen den Klägern erhebliche Zahlungen aus eigener Tasche.

Rückkehr der Familie Sussex nach Großbritannien

Trotz der juristischen Auseinandersetzungen mit der britischen Boulevardpresse verlegen Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren Lebensmittelpunkt für einen längeren Zeitraum zurück nach Großbritannien. Die gemeinsamen Kinder Archie (7) und Lilibet (5) sollen dort ab September eingeschult werden.

Prinz Harry in einem Anzug mit Medaillen.

Prinz Harry hofft auf eine Versöhnung mit seiner Familie. (Archivbild)

Dem Schritt war im Juli ein privates Treffen zwischen Harry und seinem Vater, König Charles III., vorausgegangen. Dieses Treffen wird in Palastkreisen als erster bedeutsamer Schritt gewertet, um das Verhältnis zwischen Vater und Sohn nach Jahren der Entfremdung schrittweise zu normalisieren. König Charles soll die Rückkehr seines Sohnes und seiner Enkelkinder ausdrücklich begrüßen.

Angespannte Beziehung zu Prinz William bleibt Belastungsprobe

Deutlich komplizierter gestaltet sich laut dem „People“-Magazin das Verhältnis zwischen Prinz Harry und seinem älteren Bruder, Thronfolger Prinz William. Seit dem Rückzug von Harry und Herzogin Meghan aus dem engeren Kreis der arbeitenden Royals im Jahr 2020 und den nachfolgenden Enthüllungen in Interviews, einer Streaming-Dokumentation sowie Harrys Autobiografie herrscht zwischen den Brüdern weitgehende Funkstille.

Beobachter werten die physische Präsenz der Familie in Großbritannien dennoch als die bisher beste Gelegenheit, wieder in direkten Kontakt zu treten. Auch Prinzessin Kate wird in diesem Zusammenhang eine mögliche Rolle als Vermittlerin zugeschrieben.

Prinz Harry selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, eine Aussöhnung mit seiner Familie anzustreben. Ob die Rückkehr nach Großbritannien die tiefen Gräben im Königshaus schließen kann, bleibt abzuwarten – die Rückkehr auf die britische Insel vollzieht sich für den Prinzen jedoch unter dem Schatten spürbarer juristischer Rückschläge.