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Zum „Kölner Treff“-JubiläumWDR-Moderatorin Susan Link schwärmt von NRW

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„Kölner Treff“-Moderatorin Susan Link schwärmt zum 50-Jahre-Jubiläum der Kultsendung von ihrer Heimatstadt Köln und den Menschen dort. (Bild: WDR/Melanie Grande)

„Kölner Treff“-Moderatorin Susan Link schwärmt zum 50-Jahre-Jubiläum der Kultsendung von ihrer Heimatstadt Köln und den Menschen dort. (Bild: WDR/Melanie Grande)

Als Teenagerin zog Susan Link vom ländlichen Thüringen nach Wuppertal und lebt nun schon seit 18 Jahren in Köln. Warum die 49-Jährige ihre Heimat so schätzt.

Seit 2017 gehört Susan Link zum Moderationsteam des „Kölner Treffs“ im WDR, seit 2023 ist sie gemeinsam mit Micky Beisenherz Stammmoderatorin der Kultsendung, durch die einst TV-Legenden wie Alfred Biolek, Elke Heidenreich und Bettina Böttinger führten. Inzwischen läuft die Talkshow, in der Promis mit „Normalos“ aus Nordrhein-Westfalen sprechen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau zum großen Jubiläum erklärt Link, was eben diese Menschen ausmacht und was an den Klischees über sie dran ist.

„Ich bin kurz nach der Wende im Teenageralter aus einer sehr ländlichen Region in Thüringen zugezogen. Seitdem lebe ich in NRW, erst in Wuppertal, nun schon lange in Köln - und fühle mich hier sehr wohl und aufgehoben“, erinnert sich die 49-Jährige zurück. Das Bundesland habe eine große Vielfalt an Landschaften und Mentalitäten. Etwas, das NRW ausmacht, findet Link: „Die Vielfalt ist meiner Meinung nach die Identität.“ Für die Talkshow „Kölner Treff“ sei das ein Geschenk.

Susan Link: „Finde ich alles andere als oberflächlich“

Eben wegen dieser Vielfalt sei auch nicht an jedem „hartnäckigen“ Stereotyp über die Menschen aus NRW - beispielsweise dem fröhlichen, aber eher oberflächlichen Rheinländer oder dem sturen Ostwestfalen - „etwas dran“, erklärt die Moderatorin. Denn auch wenn die Menschen aus derselben Region kommen, seien sie doch „oft sehr unterschiedlich und manches Klischee stimmt dann eben auch nicht“, verteidigt sie ihre Heimat und erklärt stattdessen: „Ich lebe seit 18 Jahren in Köln und finde: Hier kümmern sich die Menschen umeinander - und das finde ich alles andere als oberflächlich.“

Die Kölner sind für Link meistens durch und durch tolle Charaktere, auch wenn sie lachend zugibt: „Vielleicht sind wir hier manchmal im besten Sinne ein bisschen selbstbesoffen.“ Das bedeute: „Die Kölner neigen dazu, sich selbst und die eigene Entspanntheit abzufeiern.“

Zwar ist die 49-Jährige nun schon seit beinahe zwei Jahrzehnten in der Domstadt zu Hause, dennoch kehrte sie 2017 für die Talkshow „Riverboat“ für zwei Jahre in den Osten zurück. Sie habe sehr gerne dort gearbeitet, erinnert sie sich im Interview. Es sei „spannend“ und auch eine „Auseinandersetzung“ mit ihrer eigenen Geschichte gewesen. „Im Osten trifft man viele Menschen, die ausgesprochen herzlich sind und die ihre Geschichte erzählen wollen. Auch deshalb, weil es oft eine Geschichte der Brüche ist. Durch die Wende hat sich das Leben dort radikal verändert“, erklärt die Moderatorin und weiß: „Das merkt man bis heute, und dieses Lebensgefühl hat sich wie alles, was Eltern stark prägt, auch auf die Kinder übertragen.“

Der WDR feiert das Jubiläum seiner Kultshow groß: Auf den Talk „50 Jahre Kölner Treff - die große Jubiläumsausgabe“ um 20.15 Uhr, folgt am Freitag, 18. September, um 22.30 Uhr, die Dokumentation „50 Jahre Kölner Treff - die Doku“. (tsch)