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Wirbelsturm „Narelle“ in AustralienHöchste Warnstufe 5 und extreme Gefahr

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Zyklon «Narelle» in Australien

Die Behörden warnen vor Böen von mehr als 250 Kilometern pro Stunde durch den Zyklon «Narelle». (Archivbild)

Der Zyklon „Narelle“ nähert sich der Nordostküste Australiens. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h beim Auftreffen auf das Festland.

Eine massive Unwetterfront bedroht den Nordosten Australiens. Der Tropensturm „Narelle“ ist zu einem Wirbelsturm der Kategorie 5, der höchsten Stufe, herangewachsen und hat Kurs auf den Bundesstaat Queensland genommen. Laut Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa), die sich auf das staatliche Wetteramt BoM beziehen, nannte der australische Premierminister Anthony Albanese die Situation ein „sehr gefährliches Wetterereignis“.

Ein Ereignis dieser Stärke hat die Region seit über einem Jahrhundert nicht mehr erlebt, wie der Regierungschef von Queensland, David Crisafulli, hervorhob. Die zuständigen Stellen prognostizieren, dass der Wirbelsturm am Freitagmorgen (Ortszeit) das Festland erreichen und dabei Windböen von über 250 Kilometern pro Stunde mit sich bringen könnte. Nach Angaben des Wetterdienstes Weatherzone misst der Sturm aktuell über dem Ozean eine Windgeschwindigkeit von 205 km/h, mit Spitzenböen von 285 km/h im Auge des Zyklons.

Warnung vor heftigem Niederschlag und Überschwemmungen

Es wird erwartet, dass insbesondere das Gebiet zwischen der Küstensiedlung Lockhart River und dem Cape Melville auf der Cape-York-Halbinsel getroffen wird. Dort rechnen Experten zusätzlich zu den Orkanböen mit massiven Niederschlägen und daraus resultierenden Sturzfluten. Jedoch weist die gefährdete Zone eine geringe Bevölkerungsdichte auf.

Zusätzlich gab die Regionalverwaltung eine Warnung bezüglich potenzieller Ausfälle der Stromversorgung und der Kommunikationsnetze heraus. Auch Unterbrechungen von Verkehrswegen seien möglich. Die Bevölkerung solle sich auf andauernde Störungen vorbereiten. Crisafulli erklärte dazu: „denn ein System dieser Größenordnung wird die Netze auf die Probe stellen, daran besteht kein Zweifel“.

Vorsichtsmaßnahmen: Schulschließungen und Evakuierungen

Präventiv wurden Bildungseinrichtungen geschlossen und die Zahl der Einsatzkräfte erhöht. Menschen in hochgradig gefährdeten Zonen erhielten die Anweisung, die Gebiete zu verlassen oder Schutz in sicheren Notunterkünften zu suchen. Inzwischen trifft auch das angrenzende Northern Territory Vorkehrungen für die erwarteten Auswirkungen des Wirbelsturms am Wochenende.

Ein ähnliches Ereignis gab es erst im Vorjahr, als das tropische Tiefdruckgebiet „Alfred“ für massive Überflutungen in Teilen von Queensland sowie New South Wales sorgte. Seinerzeit waren zahlreiche Personen von den Fluten eingeschlossen. Zudem waren Hunderttausende von Haushalten und Unternehmen temporär von der Stromversorgung abgeschnitten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.