Um die Bevölkerung bei Gefahren zu warnen, wird das Sirenennetz in NRW konsequent ausgebaut. Es gibt nun rund 6.600 Anlagen.
Ausbau des WarnnetzesNRW hat 250 neue Sirenen für den Katastrophenfall

Eine Sirene ist auf einem Dach in Köln zu sehen. (Archivbild)
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In Nordrhein-Westfalen erfolgt eine Erweiterung des Sirenennetzes, damit die Bevölkerung bei unmittelbaren Bedrohungen akustisch gewarnt werden kann. Aktuellen Angaben des Innenministeriums von NRW zufolge beläuft sich die Zahl der Sirenen im Bundesland auf circa 6.600. Im Vergleich zum Stichtag 5. Juni des Vorjahres stellt dies eine Zunahme von ungefähr 250 dar.
Gemäß einer Aufstellung des Innenministeriums von NRW nehmen die Bestandszahlen jährlich zu. Im Jahr 2017 waren in NRW lediglich circa 4.250 Sirenen vorhanden, was im Kontrast zum heutigen Stand eine Steigerung um etwa 2.350 Anlagen oder mehr als 55 Prozent ausmacht. Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte, dass die Anzahl der für dieses Jahr vorgesehenen Installationen unbekannt sei, da keine Meldepflicht bestehe. Laut früheren Mitteilungen der Behörde hatten in der Vergangenheit Hunderte von Gemeinden finanzielle Unterstützung für die Errichtung neuer und die Instandsetzung bestehender Anlagen bekommen.

Eine Sirene ragt in den Himmel. (Archivbild)
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Konsequente Investition in den Ausbau
„Im Notfall muss die Warnung jeden und jede im Land schnell erreichen“, äußerte der Innenminister von NRW, Herbert Reul (CDU). Aus diesem Grund werde zielgerichtet in die Erweiterung des Sirenennetzes investiert. „Ein flächendeckendes Sirenennetz kann neben anderen Warnsystemen im Ernstfall Leben retten“, betonte er.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, betont die Wichtigkeit von Sirenen. (Archivbild)
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Sirenenabbau nach Ende des Kalten Krieges
Die Funktion von Sirenen besteht darin, beispielsweise vor Naturereignissen wie Katastrophen oder Feuern zu warnen und Einsatzkräfte der Feuerwehr zu mobilisieren. Laut Informationen des Innenministeriums von NRW existierte bis in die frühen 1990er Jahre ein bundesweites, umfassendes Sirenennetz. Dessen ursprünglicher Zweck war es, die Zivilbevölkerung vor eventuellen Angriffen aus der Luft zu schützen.
Mit dem Abschluss des Kalten Krieges wurde das Netz vom Bund außer Dienst gestellt und den Gemeinden zur Weiterführung überlassen. Da lediglich wenige Kommunen diese Offerte annahmen, erfolgte zu jener Zeit der Rückbau zahlreicher Sirenenanlagen. (dpa/red)
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