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Orden für Lindenstraße-MacherProduzent und Darsteller für queeres Engagement geehrt

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Hans W. Geißendörfer

Der 85-Jährige wird mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet.

"Lindenstraße"-Schöpfer Hans W. Geißendörfer und zwei Darsteller werden für ihren Einsatz für die queere Community geehrt.

Hans W. Geißendörfer (85), der Schöpfer der ehemaligen ARD-Produktion „Lindenstraße“, empfängt den Verdienstorden von Nordrhein-Westfalen. Laut einer Mitteilung der Düsseldorfer Staatskanzlei wird diese Ehre ebenfalls den Darstellern Georg Uecker (63) und Claus Vinçon (69) aus der Serie zuteil.

Die Verleihung des Ordens an insgesamt 15 Personen wird durch Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag (2. Juni) erfolgen. Mit der Auszeichnung werden Individuen gewürdigt, deren besonderes Engagement einem offenen, diversen und achtungsvollen Zusammenleben in NRW diente und somit die Stärkung der Gleichstellung von queeren Personen förderte.

Behandlung von Tabus in der „Lindenstraße“

Als Begründung wird angeführt, dass die von Geißendörfer konzipierte Serie „Lindenstraße“ schon zeitig Aspekte wie Aids oder homosexuelle Partnerschaften im deutschen TV thematisierte. Obwohl die Handlung in München angesiedelt war, erfolgte die Produktion der Serie in Köln. Zusätzlich setzt sich der 85-Jährige für die Förderung junger Filmschaffender sowie für die Bewahrung des nationalen Filmerbes ein.

In der Serie verkörperte Georg Uecker die Figur des Carsten Flöter. Ein Kuss seiner Rolle mit Robert Engel (Martin Armknecht) im Jahr 1990 schrieb TV-Geschichte als die erste derartige Szene zwischen zwei Männern in einer deutschen Produktion und wurde seinerzeit als skandalös betrachtet.

Einsatz für die queere Gemeinschaft und Aids-Aufklärung

Nach Angaben der Staatskanzlei treten Uecker und sein Kollege Vinçon seit langer Zeit öffentlich für die Belange der queeren Gemeinschaft ein. Ihr Engagement konzentriert sich dabei insbesondere auf die Präventionsarbeit im Bereich HIV und Aids.

Unter den anderen Geehrten befinden sich auch der Grünen-Politiker Volker Beck (65) sowie der Moderator Ralph Morgenstern (69). (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.