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Sicherheit auf ReisenDie aktuellen Warnungen des Auswärtigen Amtes im Überblick

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Eine Frau, die eine Tasche auf dem Kopf trägt, geht im Stadtteil Petion-Ville von Port-au-Prince an schwelendem Müll vorbei.

Eine Frau, die eine Tasche auf dem Kopf trägt, geht im Mai 2026 im Stadtteil Petion-Ville von Port-au-Prince an schwelendem Müll vorbei. (Archivbild)

Aktuelle Reisewarnungen 2026: Erfahren Sie hier, welche Länder aktuell als riskant gelten und wie Sie Reisen kostenlos stornieren.

Wer eine Auslandsreise plant oder sich bereits in der Ferne befindet, sollte die Sicherheitslage vor Ort genau im Blick behalten. Das Auswärtige Amt bewertet die Situation weltweit kontinuierlich neu und gibt entsprechende Empfehlungen heraus. Wir zeigen, für welche Regionen derzeit besondere Vorsicht geboten ist.

Reisewarnungen und Teilreisewarnungen: Der aktuelle Stand

Die höchste Sicherheitsstufe des Auswärtigen Amtes ist die Reisewarnung. Sie ist als dringender Appell zu verstehen, Reisen in die betroffenen Gebiete zu unterlassen. (Stand: 11.05.2026, 15.40 Uhr)

Länder und Regionen mit einer vollständigen Reisewarnung:

  1. Afghanistan
  2. Belarus
  3. Haiti
  4. Irak
  5. Iran
  6. Jemen
  7. Kuwait
  8. Libanon
  9. Libyen
  10. Mali
  11. Myanmar
  12. Niger
  13. Palästinensische Gebiete
  14. Somalia
  15. Sudan
  16. Südsudan
  17. Syrien
  18. Ukraine
  19. Zentralafrikanische Republik

Länder mit einer Teilreisewarnung (bestimmte Regionen):

Die blühende Landschaft der Präfektur Fukushima.

Kontrastreiches Japan: Die blühende Landschaft der Präfektur Fukushima, in der aufgrund der Strahlung mancherorts noch immer Zutrittsverbote bestehen. (Archivbild)

Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Ghana, Indien, Israel (insbesondere Gazastreifen), Japan, Kambodscha, Kamerun, Kolumbien, Mauretanien, Mosambik, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Russische Föderation, Thailand, Togo, Tschad, Venezuela.

Worin liegt der Unterschied zwischen Hinweisen und Warnungen?

Das Auswärtige Amt nutzt ein dreistufiges System, um Reisende zu informieren:

  1. Reisehinweise: Diese enthalten allgemeine Informationen zu Einreisebestimmungen, Zollvorschriften und zur medizinischen Lage.
  2. Sicherheitshinweise: Hier wird auf spezifische Risiken aufmerksam gemacht. Es kann die Empfehlung ausgesprochen werden, auf bestimmte Reisen zu verzichten.
  3. Reisewarnungen: Diese werden bei einer konkreten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen – etwa durch kriegerische Auseinandersetzungen, Terrorismus, Naturkatastrophen oder Epidemien. Eine Teilreisewarnung bezieht sich nur auf abgegrenzte Gebiete eines Landes.

Konsequenzen für Urlauber: Was eine Reisewarnung bedeutet

Rechtlich gesehen stellt eine Reisewarnung kein Verbot dar. Die Entscheidung, eine Reise dennoch anzutreten, liegt in der Eigenverantwortung der Bürger. Allerdings kann das Auswärtige Amt Deutsche im Ernstfall zur Ausreise auffordern.

Hinsichtlich einer Stornierung ist die Rechtslage oft eindeutig: Eine offizielle Reisewarnung wird in der Regel als „höhere Gewalt“ oder „erhebliche Gefährdung“ eingestuft. Dies erleichtert es Reisenden, Kosten für Transport und Unterkunft von Reiseveranstaltern zurückzufordern. Dennoch sollte jeder Fall individuell mit dem Anbieter geklärt werden.

So bleiben Sie informiert

Das Auswärtige Amt bietet verschiedene Wege an, um sich über kurzfristige Änderungen der Sicherheitslage zu informieren:

  1. Die App „Sicher Reisen“: Bietet Push-Nachrichten bei Änderungen für das gewählte Zielland.
  2. Newsletter-Service: Regelmäßige Updates per E-Mail.
  3. Krisenvorsorgeliste (Elefand): Deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger können sich dort registrieren, um im Notfall von den Botschaften schnell erreicht zu werden.

Kontakt zum Auswärtigen Amt:

In Notfällen ist das Auswärtige Amt rund um die Uhr erreichbar:

  1. Zentrale Rufnummer: +49 30 5000 0 (nur für Notfälle)
  2. Bürgerservice: +49 30 5000 2000
  3. Standorte: Werderscher Markt, 10117 Berlin und Adenauerallee 99–103, 53113 Bonn (jag)