Die Herrensitzung in Iversheim hatte zwar Ausfälle zu verkraften. Das tat der Stimmung im Dorfsaal keinen Abbruch.
Jeckes TreibenDie Herrensitzung in Iversheim kommt auch ohne Nummerngirl aus

Für beste Stimmung sorgten Präsident Erik Gasthaus und Liselotte Lotterlappen.
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Wenn man „Eifel“ von Brings zitiert, trifft dies, was das Können eines brillanten Redners betrifft, ganz sicher auf Björn Wassong zu. Der „Jeck em Rähn“ aus Weyer ist eines der Redner-Aushängeschilder im Eifeler Karneval. Während er in der Heimat seit Jahren bestens bekannt ist, wird er überregional noch als Newcomer geführt: In dieser Kategorie ist Wassong in Köln im Rennen um den Närrischen Oskar.
Der Jeck em Rähn passt auch zur Herrensitzung in Iversheim, das durchaus als „Gallisches Dorf“ durchgehen könnte. Mit Blick auf die Protagonisten könnte der stets froh gelaunte Sitzungspräsident Erik Gasthaus den Obelix geben. „Em Dörp hält me zosamme und mir senn fass dat janze Johr jeck“, bekennt er. Auch im Bezug aufs Dorf passt der Vergleich irgendwie – haben die Evvescheme doch mit viel Schweiß und Eigeninitiative ihren Dorfsaal gebaut.
Dort spielen sich fast alle Aktivitäten ab, längst nicht nur die karnevalistischen. Die Jecken feiern dort Kindersitzung, Proklamation, Dorf-, Damen- und Herrensitzung sowie den Herrenballettwettstreit. Und sind die Türen des Saales mal verschlossen, sind die Rot-Weißen op jöck: Rund 40 Mal präsentieren sie sich auswärts.
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Die Iversheimer Herren vermissten das Nummerngirl nicht allzu sehr
Ein bisschen WehmutWie oft in dieser kurzen Session im Saal schon „Dreimol Evveschem Alaaf“ ausgerufen wurde, konnte auch Gasthaus beim besten Willen nicht sagen. Nur wenige Vereine können ein derartiges Programm aufweisen, das dieses Mal schon im November mit der Proklamation des jungen weiblichen Viergestirns begonnen hatte. „Da sind wir im Münstereifeler Beritt unschlagbar und stolz drauf.“
Und nur eines lautstarken Aufrufs von Gasthaus bedurfte es, um den Saal auch bei der Herrensitzung zum Brodeln zu bringen. Alles weitere war ein Selbstläufer. Allerdings gab's im proppenvollen Saal auch ein bisschen Wehmut. So musste eines der Viergestirn-Mädels krankheitsbedingt daheim das Bett hüten. Ebenso fehlte nach krankheitsbedingter Absage zum ersten Mal bei einer Iversheimer Herrensitzung das Nummerngirl. Einig waren sich da aber die meisten Befragten, dass es auch ohne ein Ausziehmodel gehe und Mann auch so Spaß an dr Freud haben könne. Das gute Programm wurde von einheimischen Kräften wie den Pretty Girls bestritten und dank der Agentur „Alaaf“ um Geschäftsführer Horst Müller mit bekannten Kölner Größen bereichert.
Nach den Auftritten der „Korn Girls“ der KG und von Björn Wassong ging es mit dem Spellmannszoch und den zum Dreigestirn geschrumpften Iversheimer Tollitäten weiter. Für Highlights sorgten „Liselotte Lotterlappen“ alias Joachim Jung aus Limburg an der Lahn, Sänger Torben Klein, die Band Kempes Feinest, Cöllner und Björn Heuser.
Schon am Wochenende geht es im Dorfsaal erneut rund mit der Dorfsitzung, eine Woche später folgt dann der Herrenballettwettstreit.

