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Tag der ZweiradfreundeAm 14. Juni ist das Ahrtal bei der Tour de Ahrtal wieder autofrei

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Das Bild zeigt diie Organisatoren der Tour de Ahrtal.

Gruppenbild für den Radaktionstag: Die Veranstalter der 19. Auflage der Tour de Ahrtal an der Nepomukbrücke in Ahrdorf.

Zum 19. Mal lockt die Tour de Ahrtal mit autofreien Straßen und 14 Aktionspunkten zwischen Blankenheim und Ahrbrück.

Am 14. Juni heißt es wieder „Autofrei bei der Tour de Ahrtal“. Zwischen 10 und 17 Uhr gehören dann die Bundesstraße 258 und die Landesstraße 73 zwischen Blankenheim und Ahrbrück ganz den Zweiradfreunden.

Wie viele Kuchen für diesen Tag an den 14 Aktionspunkten zwischen Blankenheim und Ahrbrück gebacken werden? Diese Frage konnte bei der Pressekonferenz zur diesjährigen Tour de Ahrtal im Bürgerhaus von Ahrdorf keiner der angereisten Kommunalvertreter aus drei Verbandsgemeinden und Gemeinden in zwei Landkreisen und zwei Bundesländern beantworten.

Allein in Ahrdorf und Uedelhoven 40 Kuchen gebacken

Es dürften aber mehrere hundert sein. Denn alleine die Frauen „aus unseren beiden Orten Ahrdorf und Uedelhoven haben im vergangenen Jahr an die 40 Kuchen gebacken“, so Ahrdorfs Ortsvorsteher Ralf Ruland. Der Aktionspunkt in Antweiler, einer der insgesamt 14 an der rund 60 Kilometer langen Strecke, wirbt zudem mit „der längsten Kuchentheke des Ahrtals“. An die 60 Kuchen seien für den Zweck im vergangenen Jahr gebacken worden, so eine Touristikerin der Verbandsgemeinde Adenau.

Diese beeindruckende Zahl steht vor allem für die rund 400 Ehrenamtlichen, die am 14. Juni bei der nun schon 19. Tour de Ahrtal für die Betreuung der 14 Aktionspunkte sorgen werden. Hinzu kommen die Aktiven von Feuerwehren und Polizei, die die B258 und die L73 tatsächlich autofrei halten werden, oder auch die DRK-Leute, die mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Acht E-Bike-Ladestationen werden aufgebaut

Verpflegung, Unterhaltung, Service – das gehört wie immer neben dem eigentlichen Fahrradspaß durchs idyllische Ahrtal zum Programm entlang der Strecke. Stichwort Service: Acht E-Bike-Ladestationen werden aufgebaut, womit man der weiter steigenden Zahl der E-Bike-Nutzenden auch am Aktionstag Rechnung trägt. Dazu wird es in regelmäßigen Abständen entlang der Strecke wieder Reparaturservicepunkte geben, die man bei Schäden am Drahtesel ansteuern kann.

Doch was heißt schon Drahtesel: Mit dabei waren in den vergangenen Jahren etwa eine Bonanza-Rad-Clique und eine weitere Clique auf Inlinern aus Düsseldorf. Es wurden Hochrad- und Einrad-Fahrende gesehen. Manche Eltern hatten die Anhänger für ihre Kleinsten angedockt, Andere fuhren ihren geliebten Vierbeiner im Körbchen am Lenker spazieren.

Es geht sogar eine Rikscha an den Start

Ab und an waren auch Dreiräder zu sehen und mittendrin – gerne auch schon sehr früh am Start – diejenigen, die die Gaudi als sportliche Herausforderung sahen, um auf ihrem High-End-Rennrad den Streckenrekord zu knacken. Eben ein munteres, buntes Gewimmel, das umso größer ist, je schöner das Wetter bei der Tour de Ahrtal.

In Liers wird in diesem Jahr sogar eine Rikscha auf der Strecke rund um den Aktionspunkt unterwegs sein. Das gemütliche Fortbewegungsmittel ist dort Teil des Angebotes der neuen Tagespflege. Aber warum sich nicht einmal die ganze Strecke auf der Sitzbank unter dem bunten Markisenhimmel fahren lassen?

Der Auftakt am Sonntag, 14. Juni, wird wie gewohnt um 10 Uhr auf dem Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim der „Radlersegen“ sein. Um 9.30 Uhr beginnt zudem am anderen Ende der autofreien Strecke in Dümpelfeld an der Hahnensteiner Mühle eine Radlermesse.

Kleinbrauerei „Blanq Bier“ feiert das fünfjährige Bestehen

In Blankenheim feiert zudem am „Tour“-Tag die dortige Kleinbrauerei „Blanq Bier“ das fünfjährige Bestehen. „Die haben natürlich auch ein alkoholfreies Bier im Angebot“, so Bürgermeisterin Jennifer Meuren. Ebenfalls in Blankenheim wird am „Pumptrack“ an der Weiherhalle ein Hobbyrennen in verschiedenen Altersklassen angeboten. Kinder können sich wenige Kilometer weiter am Aktionspunkt in Oberahreck auf ein spezielles Bewegungsangebot und Kinderschminken freuen.

Die verschiedenen Angebote entlang aller Aktionspunkte sind auf der Internetseite zum Aktionstag zu finden. In Ahrdorf etwa hat der ADAC die mobile „Prüfstation Zweirad“ aufgebaut, in Antweiler gibt es Live-Musik mit den Limbachtaler Musikanten, und in Ahrbrück bietet der ADFC eine Fahrradcodierung als Diebstahlschutz an. Und wer sich an mindestens vier der 14 Aktionspunkte seine Starterkarte abstempeln lässt, kann auf einen der Losgewinne hoffen, die wieder von den treuen „Tour“-Sponsoren aus den beteiligten Landkreisen finanziert werden.

Lange Tradition der Veranstaltung in der Eifel

Die Tour de Ahrtal ist nicht die traditionsreichste Veranstaltung dieser Art in der Eifel, aber mit der nun schon 19. Auflage ein „hervorragendes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit auch über Bundesländergrenzen hinweg“, so Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter von Landrat Markus Ramers, und Dieter Demoulin, Kreisbeigeordneter des Landkreises Vulkaneifel, übereinstimmend. Vertreter der beteiligten Verbandsgemeinden aus Rheinland-Pfalz betonten zudem den hohen touristischen Stellenwert der Veranstaltung für die Oberahr.

Als lohnenswerter Abstecher hat sich zudem die Fahrt über den bei Ahrdorf abzweigenden Kalkeifel-Radweg hoch zum Museumsbahnhof in Ahütte erwiesen.

Im kommenden Jahr soll mit der 20. Auflage Jubiläum gefeiert werden – vielleicht mit der Neuauflage eines zwischenzeitlich eingestellten, aber zuvor beliebten Angebotes: ein Fahrradverleih für die, die ohne Zweirad anreisen, aber mitfahren wollen. Blankenheims Bürgermeisterin Meuren war der Idee gegenüber nicht abgeneigt.

Den Streckenplan mit allen Aktionspunkten, Informationen zum ÖPNV-Angebot für die An- und Abreise und vieles andere mehr findet man auf der Internetseite der Tour de Ahrtal.