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Fußball-Kreisliga-KolumneDollendorf-Ripsdorf II vergibt den dritten Matchball

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Die Mannschaft des VfL Kommern steht jubelnd hinter der Reling in Olef.

Jubelten über Platz zwei: die Spieler des VfL Kommern, die spielfrei hatten.

Rotbachtal/Strempt II geht als bester Dritter in die Kreisliga B. Doch noch hat Blessem II seinen Verzicht nicht schriftlich erklärt.

Ein wenig schade ist es schon: Die Saison ist vorbei – bis auf die Pokalendspiele und das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga A. Mit einem letzten Spieltag, der jetzt schon Lust auf die Saison 2026/27 macht, hat sich der Kreisliga-Fußball bis Ende August verabschiedet.

Über die Last-Minute-Rettung des SC Wißkirchen II, die zum Last-Minute-Abstieg der TB-SV Füssenich-Geich wurde, die sich damit aus dem Fußballkreis Euskirchen verabschiedet, wurde ebenso berichtet wie über den Klassenerhalt des SSC Firmenich, den Abstieg der SG Dahlem-Schmidtheim II und den Aufstieg des FC Dollendorf-Ripsdorf.

Weitere Entscheidungen waren noch in den C-Liga-Staffeln offen – und sind es offiziell immer noch. Denn auch wenn Blessem II als Meister der Staffel C1 angekündigt hat, auf den Aufstieg zu verzichten, liegt die Erklärung schriftlich beim Fußballkreis Euskirchen noch nicht vor, wie Spielausschussvorsitzender Peter Dierichsweiler am Montag mitteilte. Dass das möglich ist, liegt an veränderten Regularien des Fußballverbandes Mittelrhein. Mussten Vereine bisher bis 23.59 Uhr am letzten Saisonspieltag ihren Verzicht erklärt haben, haben sie nun noch zwei Wochen Zeit. Solange muss die SG Rotbachtal/Strempt II noch zittern, die als bester Tabellendritter aufsteigt, aber eben nur, wenn Blessem II tatsächlich verzichtet.

Flamersheim/Kircheim II wird Tabellenzweiter in Staffel 2

Besonders bitter ist es für den FC Dollendorf-Ripsdorf II gelaufen (siehe Bericht unten). Drei Matchbälle hatte er, es fehlte exakt ein Sieg. Doch die letzten drei Saisonspiele in Weyer (2:3), gegen Keldenich/Scheven II (1:3) und bei Oleftal (1:2) hat DoRi II verloren und wurde von Platz eins auf Platz drei durchgereicht. Und der hätte nur dann gereicht, wenn Rotbachtal II verloren hätte.

Das Aufstiegsbild der SG Flamersheim/Kirchheim II. Das Trikot mit der Nr. 22 wird präsentiert.

Aufgestiegen ist die SG Flamersheim/Kirchheim II.

Stattdessen hat der Konkurrent aus der Staffel 2 die Saison mit einem 10:0-Sieg gegen Satzvey beendet, bei dem sich besonders Christian Habrich mit vier und Tyler Jansen mit drei Toren hervortaten. Rotbachtal befand sich noch im Kampf um Platz zwei. Doch im gleichzeitig ausgetragenen Fernduell hat auch der Zweitplatzierte Flamersheim/Kirchheim II einen kräftigen Schluck Zielwasser getrunken. Mit 14:0 wurde die SG Ülpenich-Nemmenich-Elsig II vom Platz gefegt. Unter anderem Max Schurig traf viermal, Ezekiel Sonnborn dreimal.

Mit einem Torfestival beendete auch Staffelsieger Mechernich II die Saison. 11:0 lautete das Ergebnis gegen Wüschheim-Büllesheim II. Fabrice Stallzus erzielte vier Treffer und schraubte damit sein Torekonto auf 40 hoch, was ihm zum Torschützenkönig der Staffel machte. In der Staffel 1 wurde David Leopold (SSV Weilerswist II) mit „nur“ 17 Toren bester Schütze. In Staffel 3 erzielte Oleftals Enis Etemi 32 Treffer.

Bessenicher Spieler verließen gegen DHO II den Platz

In dieser Staffel gab es mit dem 10:0 der SG Erfthöhen gegen Schöneseiffen II ebenfalls noch einen Kantersieg. Jakob Schmitz erzielte die Hälfte der Erfthöhen-Tore an diesem Spieltag, darin enthalten auch ein lupenreiner Hattrick zwischen der 5. und 17. Minute.

Ein unrühmliches Ende fand hingegen die Partie zwischen DHO II und Bessenich III in der Staffel 1. Beim Stand von 4:1 und einem Platzverweis gegen die Gastgeber in der 59. Minute kam es laut Peter Dierichsweiler ein paar Minuten später zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Teams. Als Schiedsrichter Achim Schell zur Beruhigung das Stopp-Konzept anwenden wollte, bei dem beide Mannschaften in ihre jeweiligen Strafräume geschickt werden, soll sich Bessenich III laut Dierichsweiler geweigert und den Platz verlassen haben, sodass Schell nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen.

Eines gibt es in der Kreisliga C nicht: Absteiger. Tabellenletzte sehr wohl. Und wenn ein Punktequotient beim Aufstieg berechnet werden kann, kann er das auch im Keller. Die drei schwächsten Mannschaften des Fußballkreises sind: Nöthen-Pesch-Harzheim III (0,333 Punkte) und der SV Schöneseiffen II (0,278 Punkte), beide aus der Kreisliga C3, sowie der VfL Kommern II (0,091 Punkte) aus der Kreisliga C2. Kommern hat nur zwei Punkte aus 22 Spielen geholt, also keinen einzigen Sieg. Es verdient Anerkennung, dass die Mannschaft trotzdem Woche für Woche antritt. Aber für diese Teams würde sich vielleicht die Spaß-Kreisliga-C eignen, die der Fußballkreis anbieten möchte. Doch bislang hat laut Dierichsweiler nur eine Mannschaft Interesse bekundet.


Dollendorf-Ripsdorf II verpasst den Aufstieg knapp

Kreisliga C3: SG Oleftal – FC Dollendorf-Ripsdorf II 2:1 (0:0). Es waren nur wenige Augenblicke, die über Aufstieg oder Enttäuschung entschieden. Als Schiedsrichter Robin Bienfuß die Partie auf dem Olefer Rasenplatz abpfiff, sanken die Spieler des FC Dollendorf-Ripsdorf II enttäuscht zu Boden. Gleichzeitig explodierte auf der anderen Seite des Platzes die Freude. Die komplette Mannschaft des VfL Kommern war mit einem Bus nach Olef gereist, um auf Schützenhilfe zu hoffen.

Nach dem späten SG-Siegtreffer kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Bengalos färbten den Himmel, Gesänge hallten über die Anlage und ausgelassene Kommerner feierten mit lautstarken „Rumba-Täterä“-Einlagen auf dem Olefer Rasen den zweiten Tabellenplatz. Platz drei hätte auch gereicht.

Ein Spieler von Dollendorf-Ripsdorf II liegt enttäuscht auf dem Boden.

Niedergeschlagen war das Team von DoRi II.

Anders die Stimmung auf der gegenüberliegenden Platzseite: Für die DoRi-Reserve war die Ausgangslage klar gewesen. Nur ein Sieg beim bereits feststehenden Staffelsieger Oleftal hätte Platz zwei bedeutet. Lange Zeit sah es auch danach aus. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit brachte Pascal Bonzelet die Gäste in der 51. Minute in Führung. Nach einer Hereingabe köpfte er den Ball an den Innenpfosten, von dem das Leder unhaltbar ins Netz sprang. Die DoRi-Bank jubelte, der Traum vom Aufstieg lebte.

Sven Linden vergibt kurz vor Spielende die Chance auf die Führung

Doch Oleftal steigerte sich deutlich. Die Gastgeber erspielten sich Chance um Chance und drängten auf den Ausgleich. Immer wieder kombinierten sie sich gefährlich vor das Tor von Cedric Schumacher. In der 68. Minute zog Jonas Kirfel aus rund 25 Metern ab und jagte den Ball unhaltbar in den rechten Torwinkel. Ein Traumtor, das die Partie wieder völlig offen werden ließ.

Die größte Chance des Nachmittags hatten anschließend dennoch die Gäste. In der 89. Minute lief Sven Linden nahezu alleine auf Oleftals Torwart Daniel Paul zu. Ein Treffer hätte möglicherweise den Sieg und den Aufstieg bedeutet. Doch der Ball flog deutlich über das Tor.

Enis Etemi beendet in der Nachspielzeit DoRis Aufstiegsträume

In der Nachspielzeit warf DoRi bei einer Standardsituation noch einmal alles nach vorne. Selbst Torhüter Cedric Schumacher hatte seinen Kasten verlassen. Oleftal eroberte den Ball und schaltete blitzschnell um. Enis Etemi vollendete den Konter zum 2:1 ins verwaiste Tor und besiegelte damit das Ende aller DoRi-Aufstiegsträume.

„Leider hat es heute nicht gereicht. Das ist natürlich sehr schade. Das Spiel hätte auch in unsere Richtung kippen können. Wir führen 1:0 und bekommen dann diesen Sonntagsschuss zum Ausgleich“, sagte DoRis-Co-Spielertrainer Volker Daniels nach dem Schlusspfiff.

Weitere Aufsteiger in die Kreisliga B sind die SG Flamersheim/Kirchheim II und die SG Rotbachtal/Strempt II als bester Dritter.