Emma Brust aus Rheder wurde bei der deutschen Jugendmeisterschaft der Islandpferde Zweite. Ihre Tiere haben klangvolle Namen.
Sportlerwahl 2025Das erste Mal im Fünfgang bereitete Emma Brust aus Rheder Gänsehaut

Erreichte den zweiten Platz im Fünfgang bei der deutschen Jugendmeisterschaft: Emma Brust.
Copyright: privat/Emma Brust
Für die 17-jährige Emma Brust ist Islandpferdesport nicht nur ein Hobby, sondern ein Lebensgefühl. Seit ihrem vierten Lebensjahr sitzt die Elftklässlerin im Sattel. Ihre Pferde sind für sie mehr als nur Sportpartner: Sie sind Gefährten an 365 Tagen im Jahr und ihr „Zuhause, das nicht mit materiellen Dingen zu ersetzen oder mit Worten zu beschreiben ist“.
Fünf- bis sechsmal pro Woche fährt Mama Nina, selbst pferdesportbegeistert, sie von Rheder, ihrem Wohnort, zum Stall nach Rheinbach zu ihren Islandpferden mit den klangvollen Namen Molda von Bieberstein und Erlendur vom Forstwald. Dieser Alltag erfordert Disziplin, Leidenschaft und eine unerschütterliche Begeisterung für den Sport, der aufgrund der Gangvielfalt der Islandpferde technisch anspruchsvoll ist und von Reiter und Pferd Geduld und ein feines Gespür füreinander verlangt.
Die Saison 2025 konnte für Emma Brust kaum erfolgreicher sein
Sportlich blickt Emma Brust auf eine Saison 2025 zurück, die kaum erfolgreicher hätte sein können. Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres stand ein Erfolg, der der 17-Jährigen besonders viel bedeutet: der zweite Platz im Fünfgang bei der deutschen Jugendmeisterschaft. Sich mit den Besten aus ganz Deutschland messen zu dürfen, sei „etwas ganz Besonderes“.
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Brusts Gänsehautmoment: das erste Mal „Fünfgangpreis“ reiten. Schon lange sei es ihr großer Traum gewesen, eines Tages diese Prüfung zu bewältigen, bei der es sich um eine der schwierigsten im Islandpferdesport handelt. In der „Königsklasse“ unter den Prüfungen zeigen Reiter und Pferd alle fünf Gangarten (Tölt, Trab, Schritt, Galopp und Pass). Die Möglichkeit, den Ablauf und die Musik frei zu wählen und allein auf der Bahn zu reiten, bezeichnet sie als Moment, der ihr noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Emma Brust will wieder in den Jugendkader Rheinland
Für 2026 hat die junge Reiterin klare Ziele: die Wiederaufnahme in den Jugendkader Rheinland, weiter harmonische Ritte zu zeigen, mit Freude zu reiten und trotz aller Ambitionen niemals den Spaß an „jedem einzelnen kleinen Moment“ zu verlieren. Besonders spannend wird ihr neues Projekt: Freya vom Sittardhof, ein junges Pferd, das sie selbst ausbilden und in den Turniersport führen darf.
Über ihre Nominierung zur Sportlerwahl 2025, mit der sie nicht gerechnet habe, freut sie sich „riesig“. Für Brust ist sie vor allem eines: Eine Auszeichnung für ihre „ganz besonderen Pferde“, denen sie alles verdanke. Überaus dankbar sei sie auch für die Unterstützung ihrer Familie und Trainer, ohne die ihre Erfolge nicht möglich wären.

