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Sanierung fast abgeschlossenIm Bürgerhaus Dottel kann bald wieder gefeiert werden

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Zwei Frauen und dahinter drei Männer stehen auf einer Treppe am Eingang zum Bürgerhaus. Links und rechts ist eine alter Mauer zu sehen.

Das fast fertiggestellte Bürgerhaus stellten (hinten v.l.) Emmanuel Kunz, Michael Blumenstock und Hans Reiff sowie Birgit Schwarz und Edith Bauer (vorne, Beisitzerin im Bürgerverein) vor.

Die Sanierung des Bürgerhauses in Dottel ist fast abgeschlossen. Die Gemeinde Kall stellte 40.000 Euro zur Verfügung. Fördermittel gab es nicht.

Voller Vorfreude erwarten die Dotteler die Eröffnung ihres sanierten Bürgerhauses. Ende April soll die seit Mitte 2024 laufende Baumaßnahme abgeschlossen sein. Ein Großteil der Arbeiten wurde vom Bürgerverein Dottel in Eigenleistung mit Unterstützung durch den Kaller Bauhof durchgeführt. Die Gemeinde stellte für das Projekt 40.000 Euro zur Verfügung.

Das Bürgerhaus besteht aus einem rund 110 Quadratmeter großen Saal für rund 60 Personen mit angrenzender Küche und Abstellraum sowie Toilettenanlagen. Zusätzlich gibt es in den Außenanlagen auch noch eine Grillhütte.

„Das Bürgerhaus wird von der Dorfbevölkerung rege genutzt“, erklärt Michael Blumenstock, Vorsitzender des Bürgervereins. In dem Saal gebe es Feiern zu Ostern, St. Martin und Nikolaus sowie einen Karnevalsbrunch und weitere Feste. „Darüber hinaus werden Veranstaltungen für Senioren und private Feiern durchgeführt“, sagte die zweite Vorsitzende Brigitte Schwarz.

Bei Regen tropfte das Wasser durch die Decke

Doch an dem Gebäude hatte der Zahn der Zeit genagt. „Auf dem Dach waren einige Schindeln kaputt. Deshalb tropfte bei Regen das Wasser von der Decke“, berichtete Blumenstock. Aber auch die Wände im Keller waren feucht.

„In Abstimmung mit der Gemeinde wurden dann Mitte 2024 die Schiefereindeckung des Dachs repariert und die Außenfassade gestrichen“, erklärte Ortsvorsteher Hans Reiff. Doch im Anschluss seien weitere Schäden entdeckt worden. „Der Estrich unter dem Saalboden war kaputt“, erinnert sich Reiff. Außerdem war der alte Steinboden im vorderen Teil des Saals erheblich beschädigt und wies Abplatzungen an mehreren Fliesen auf.

Blick auf den neuen Estrich im Saal des Bürgerhauses.

Der neue Estrich im Saal muss noch trocknen, ehe der Holzboden verlegt werden kann.

Das Foto zeigt die gestapelten Stühle und Tische.

Die Stühle und Tische für die Feiern stehen schon bereit.

Ferner wies der Holzboden im hinteren Bereich des Saals erhebliche Fäulnisschäden auf. Zudem war der Boden direkt auf Erdreich gegründet, was zu Feuchtigkeitsschäden führte.

Holzfußboden im Saal musste  entfernt werden

Der Bürgerverein erklärte sich daraufhin bereit, den Steinboden samt Estrich zurückzubauen. Danach wurde auch der gesamte Holzfußboden im Saal vollständig entfernt und von Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde ein neues Bodensystem installiert. Es besteht aus einer Dämmschicht, einer Betonplatte und einem Zementestrich.

Der neue Boden aus Holzdielen konnte noch nicht eingebaut werden, weil der Estrich noch zu feucht ist. Erst bei Erreichen eines zulässigen Restfeuchtegehalts können die Hölzer verarbeitet werden. Überprüft wird dies mit einer CM-Feuchtigkeitsmessung. Im Flur, im Treppenabgang sowie im Vorraum zum Saal wurden bereits neue Fliesen verlegt. Darüber hinaus wurden eine neue Haupteingangstür und eine Zwischentür zum Flur eingebaut.

Wir brauchen solche Treffpunkte auch in den kleineren Orten.
Emmanuel Kunz

Das Geländer am Treppenabgang zum Keller musste entfernt werden, weil die Brüstung nicht hoch genug war. Es wird noch durch ein Glasgeländer ersetzt. Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Ende April 2026 vorgesehen. Dann soll als erste Veranstaltung eine Kommunionfeier stattfinden.

„Leider konnten für das Projekt keine Fördermittel akquiriert werden. Deshalb mussten die Arbeiten überwiegend in Eigenleistung durchgeführt werden“, sagte Bürgermeister Emmanuel Kunz. Die Gemeinde wolle das Gebäude auch langfristig erhalten: „Wir brauchen solche Treffpunkte auch in den kleineren Orten.“

Blumenstock betonte, dass der Verein aktuell viele junge Mitglieder habe, die sehr engagiert seien. „Viele haben sich bereiterklärt, das Bürgerhaus nach dem Abschluss der Arbeiten wieder auf Vordermann zu bringen“, sagte Schwarz. Unter anderem müssten die Schränke ausgewaschen und das Inventar gereinigt werden. Der Bürgerverein war im Dezember 1972 mit dem Ziel gegründet worden, die alte Schule im Ort als Bürgerhaus zu nutzen.

Als nächste Maßnahme steht eine komplette Sanierung des Dachs auf dem Programm. „Dafür sind im Haushalt 2026 der Gemeinde Mittel eingestellt“, informierte der Bürgermeister. „In Zusammenspiel zwischen Vereinen, Bauhof und der Gemeinde konnten in den vergangenen Jahren viele Projekte in den Dörfern umgesetzt werden“, sagte Reiff, der auch Ortsvorsteher von Scheven und Wallenthal ist.