Die vier Konzerte beim Eifeler Musikfest in Steinfeld waren gut besucht. Das Hochamt mit Chor und Orchester war der spirituelle Höhepunkt.
Besucher waren begeistertEifeler Musikfest bot wieder ein hochkarätiges Programm

Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld führten unter der Leitung Erik Arndt (l.) die Waisenhausmesse von Mozart auf.
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Mit der Resonanz auf das 78. Eifeler Musikfest in Steinfeld ist der musikalische Leiter Erik Arndt insgesamt zufrieden. „Das war in Ordnung, auch wenn es noch ein paar Besucher hätten mehr sein können“, meinte Arndt und verwies auf das hochkarätige musikalische Programm, das wieder an drei Tagen geboten wurde.
Zum Auftakt am Freitag lud ein Kammerkonzert mit dem Kölner Bassbariton Thomas Bonni und seinem Ensemble in der ehemaligen Klosterbibliothek zu einer musikalischen Reise rund um die Musik von Johann Philipp Krieger ein. Auf dem Programm standen Kantaten für Bass, zwei Violinen und Basso continuo sowie Triosonaten von Bernardo Pasquini, Alessandro Scarlatti, Antonio Caldara und Georg Friedrich Händel. „Das Konzert ist bei den rund 80 Besuchern sehr gut angekommen“, berichtete Arndt.
Ein Abend voller Kontraste und großer Gefühle stand am Samstag in der Basilika auf dem Programm. Das Neusser Kammerorchester und der Kirchenchor an St. Peter Zülpich präsentierten unter der Leitung von Holger Weimbs ein Festkonzert mit zwei Klangwelten. In der Holberg-Suite op. 40 hat Edvard Grieg, inspiriert von barocken Tanzformen wie Präludium, Sarabande und Rigaudon, historische Eleganz mit seiner romantischen Tonsprache verbunden. Das Werk zählt bis heute zu Griegs beliebtesten Kompositionen.
Chor und Orchester führten die Waisenhausmesse von Mozart auf
Ausdrucksstarke Melodien, starke Kontraste und große Spannungsbögen lieferte Giacomo Puccinis Messa di Gloria. In dem frühen Werk ist Puccinis Handschrift als späterer Opernkomponist bereits klar erkennbar. „Die Künstler wurden anschließend von den 180 Zuhörern gefeiert“, erklärte Arndt. Auch der frühere Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser war von der Musik am Samstag ganz angetan: „Das war ein besonderes Erlebnis.“
Spiritueller Höhepunkt war wieder das Hochamt in der Basilika am Sonntag. Chor und Orchester der Basilika Steinfeld gestalteten unter Leitung von Arndt die musikalische Begleitung mit der Waisenhausmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Monatelang hatten die Sänger und Instrumentalisten dafür geprobt.
Zum Abschluss gab es am Sonntagnachmittag ein Orgelkonzert mit Gereon Krahforst. Der Pianist, Komponist und Organist der Abteikirche Maria Laach spielte Werke von alten Meistern wie Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart sowie von zeitgenössischen Künstlern wie Keith Jarrett, Denis Bédard und Klaus Uwe Ludwig. Auch dabei kamen die Besucher auf ihre Kosten.
Die Idee zum Eifeler Musikfest hatten 1946 der Aachener Bischof Johannes Joseph van der Velden, der Aachener Domkapellmeister Theodor Bernhard Rehmann und Pater Ludger Dingenotto, Superior der Steinfelder Salvatorianer. Es ist das älteste noch bestehende Musikfest im Rheinland und findet alljährlich am Wochenende nach Pfingsten statt. Träger ist heute der Kreis Euskirchen zusammen mit dem Förderverein des Klosters Steinfeld.
