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Die besten Gesellen in NRWDrei davon aus dem Kreis Euskirchen

Drei der 76 besten Gesellen in NRW kommen aus dem Kreis Euskirchen: ein Orgelbauer aus Hellenthal, ein Straßenbauer und ein Tischler.

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HWK Sieger

Die Sieger aus dem Kammerbezirk Aachen mit Bastian Koll (3.v.l.) und Timo Ronig (2.v.r.).

Wenn aus einem Stück Holz ein Möbelstück wird, aus Metall ein präzises Werkstück, aus Stein Gestaltung, aus Farbe Raumwirkung oder aus Technik Zukunft wird, dann zeigt sich, was Handwerk alles kann. Am Samstag standen im Krönungssaal des Aachener Rathauses 76 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus allen sieben Bezirken der NRW-Handwerkskammern im Mittelpunkt, die in ihrem jeweiligen Gewerk genau das auf herausragende Weise bewiesen haben.

Sie wurden bei der Abschlussveranstaltung des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT) als Landessiegerinnen und Landessieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk – den „German Craft Skills“ – als die Besten der Besten ihres Fachs in NRW ausgezeichnet.

Drei Landessieger aus dem Kreis Euskirchen

Aus dem Bezirk der Handwerkskammer Aachen haben sich acht Nachwuchstalente den NRW-Landesmeistertitel gesichert, darunter auch drei aus dem Kreis Euskirchen: Jonah Matteo Per Gouttrin aus Hellenthal wurde als bester Orgelbauer in NRW ausgezeichnet – seine Ausbildung absolvierte er bei der Firma Weimbs Orgelbau. Timo Ronig aus Schleiden schloss als bester Straßenbauer ab; Ausbildungsbetrieb war die Bauunternehmung Balter aus Losheim. Aus Rescheid kommt der Landessieger der Tischler: Bastian Koll absolvierte seine Ausbildung bei der Firma Bungard in Hellenthal.

Ehrung für Können, Konzentration und Leidenschaft

Die feierliche Ehrung mache sichtbar, wie viel Können, Konzentration und Leidenschaft in einer handwerklichen Ausbildung stecken. „Hinter jedem Titel stehen viele Stunden Übung, ein geschulter Blick fürs Detail, Ausdauer und der Wille, nicht einfach gut, sondern besser zu werden“, so die Kammer. Die 76 Ausgezeichneten hatten sich zunächst auf Innungs- und anschließend Handwerkskammerebene durchgesetzt und nun auf Landesebene gezeigt, dass sie ihr Handwerk beherrschen.

Die Ehrung fand in Aachen statt.

Wirtschaftsministerin Neubaur würdigt die jungen Fachkräfte

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur würdigte die Leistungen der jungen Fachkräfte: „Herzlichen Glückwunsch an die 76 Besten im NRW-Handwerk. Sie zeigen, was in einer Ausbildung steckt: Präzision, Ausdauer und Stolz auf die eigene Arbeit. Wir brauchen diese jungen Menschen in der Backstube, auf dem Dach und im Heizungskeller. Wer Wärmepumpen einbaut, Solaranlagen montiert und Häuser saniert, bringt die Energiewende Haus für Haus voran. Als Nächstes kommt der Meisterbrief, der eigene Betrieb, für manche vielleicht schon 2027 die Europameisterschaft der Berufe. Danke an alle Betriebe, Bildungszentren und Berufsschulen, die solche Talente ausbilden.“

Bedeutung der Deutschen Meisterschaft im Handwerk

Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk zählt zu den bedeutendsten Wettbewerben der beruflichen Bildung in Deutschland. Sie zeigt, welche Perspektiven eine Ausbildung eröffnet – fachlich, persönlich und beruflich. Zugleich macht sie deutlich, welche Rolle das Handwerk für Wirtschaft, Gesellschaft und die Gestaltung der Zukunft spielt: vom Erhalt traditioneller Techniken bis zur Umsetzung moderner Lösungen für Energie, Mobilität, Bauen, Versorgung und Nachhaltigkeit. Der Bundeswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Ministerpräsident Hendrik Wüst ist Schirmherr des Landeswettbewerbs.

WHKT-Präsident lobt das duale Ausbildungssystem

„Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserem Nachwuchs steckt. Die ausgezeichneten Gesellinnen und Gesellen haben ihr Können exzellent unter Beweis gestellt. Ihr Erfolg ist zugleich ein Beleg für die sehr gute Arbeit unseres dualen Ausbildungssystems“, so WHKT-Präsident Berthold Schröder.