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Fünf Jahre danachStadt Leichlingen organisiert Gedenktag zur Hochwasserkatastrophe

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In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli trat in Leichlingen die Wupper über die Ufer. (Archivfoto)

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli trat in Leichlingen die Wupper über die Ufer. (Archivfoto)

Die Stadt hat verschiedene Gedenk- und Informationsveranstaltungen zum Hochwasser und Hochwasserschutz organisiert.

Diese Tage werden die Menschen in Leichlingen, die dabei waren, nie vergessen. Dem wird wohl niemand widersprechen. Vom 14. auf den 15. Juli war in Leichlingen infolge eines beispiellosen Starkregens die Wupper über die Ufer getreten. Große Teile der Innenstadt wurden geflutet. Die Stadt spricht von einer „Jahrhundertflut“. Auch die Pegel der Bäche, vor allem des Murbachs und des Weltersbachs, waren massiv angestiegen.

Die Schäden waren immens. Viele Menschen verloren fast alles, Gebäude liefen voll, die Infrastruktur wurde durch Schlamm und Wasser beschädigt. Auch in den Wochen danach musste Leichlingen große Herausforderungen meistern. Die Anwohner, die betroffen waren, mussten untergebracht werden, die Keller ausgepumpt, der Schlamm und Müll weggeschafft werden.

Die Stadt nimmt den fünften Jahrestag der Hochwasserkatastrophe zum Anlass, für Mittwoch, 15. Juli, einen Gedenktag zu organisieren. „Dieser Tag bietet Anlass, gemeinsam innezuhalten, sich zu erinnern, der Ereignisse zu gedenken und miteinander ins Gespräch zu kommen“, schreibt die Stadt.

Die Flut hat die Blütenstadt geprägt.
Maurice Winter, Leichlingens Bürgermeister

Von 9 bis 13 Uhr wird das Infomobil des Hochwasser-Kompetenzzentrums Köln sowie der Leichlinger Abwasserbetrieb mit seinem Klimaanpassungsmanagement auf dem Wochenmarkt in der City für Menschen offenstehen. Die Beteiligten wollen über Hochwasserschutz im eigenen Haus informieren und für potenzielle Überflutungsgefahren sensibilisieren.

Für 17 Uhr ist dann ein Rundgang mit Bürgermeister Maurice Winter durch die Innenstadt geplant. An der Henley-Brücke wird mit dem Verein Wupperbogen ein Flutleuchtturm eingeweiht. Von dort geht es zur Marly-Brücke, wo um 17.30 Uhr eine Erinnerungsplakette enthüllt wird. Nächster Halt ist die Brücke am Pastorat. Um 18 Uhr stellt der Wupperverband dort den in diesem Sommer installierten Hochwasserpegel vor. Der Rundgang endet dann am Rathaus.

Dort, im Besprechungsraum im Untergeschoss, den man über den Seiteneingang an der Neukirchener Straße erreicht, hat Tycho Kopperschmidt, der Leiter des Abwasserbetriebs, eine Infoveranstaltung zur privaten Starkregenvorsorge organisiert. Beginn ist um 19 Uhr. Besucherinnen und Besucher erfahren dort auch alles zum Hochwasserschutz entlang der Wupper. Die Stadt bittet um Anmeldung per E-Mail bis zum 14. Juli.

Bürgermeister Maurice Winter kommentiert: „Die Flut hat die Blütenstadt geprägt – am Gedenktag wollen wir uns gemeinsam erinnern, den freiwilligen Helferinnen und Helfern wie zum Beispiel der Feuerwehr, den Landwirtinnen und Landwirten und verschiedenen Nachbarschaftsgruppen für ihren Einsatz danken, aber auch darüber sprechen, was sich seitdem alles in Leichlingen getan hat, zum Beispiel bei der Verbesserung des Hochwasserschutzes.“