Leverkusen – Horst Schmidt ist sauer. Er wohnt mit seiner Frau in Opladen seit anderthalb Jahren in der Straße am Kreispark. „Wir müssen seitdem feststellen, dass die Beleuchtung des mehrstöckigen Treppenhauses sowie die Außenbeleuchtung auf der Rückseite des Gebäudes an sieben Tagen 24 Stunden lang angeschaltet sind“, schreibt er.
Darüber hinaus sehe es nicht so aus, dass es sich um LED-Leuchtmittel handele, meint er. „Der Sinn dieser großzügigen Beleuchtung erschließt sich uns nicht und macht uns wütend, da jeder Bürger zum Energiesparen aufgerufen wird.“ Schließlich seien auch die Behörden angehalten, in öffentlichen Gebäuden Strom und Gas einzusparen.
In der Tat ist die nächtliche Festbeleuchtung in dem Amtsgebäude auf dem Frankenberg auffällig. Auf Nachfrage erklärt die Pressestelle der Stadtverwaltung dies mit Sicherheitsvorschriften, in dem Fall mit einer erforderlichen „Beleuchtung von Fluchtwegen“. „Bei der Beleuchtung von Verwaltungsgebäuden werden die Gebäudebetreuer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür sensibilisiert, sich am Notwendigen zu orientieren und darauf zu achten, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. In erster Linie sind jedoch die Nutzerinnen und Nutzer der Räume verantwortlich.“ Auch könnten Reinigungsarbeiten außerhalb der Dienst- und Öffnungszeiten ein Grund dafür sein, dass abends noch Licht brenne, heißt es.

Dienstfahrzeuge der Verkehrsbehörde parken hinter dem Bürotrakt.
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Entscheidend sei in vielen Fällen das Alter von Gebäuden. „Im Idealfall sind in den Gebäuden der Stadt Leverkusen moderne LED-Beleuchtungsanlagen mit Präsenzmeldern installiert. Dann ist ausgeschlossen, dass abends oder am Wochenende Licht brennt. In den letzten Jahren sind diese modernen Beleuchtungsanlagen bei allen Neubauten und Sanierungen eingebaut worden“, schreibt die Stadt und räumt ein, dass es bei den älteren Anlagen es eher selten eine zentrale Schaltung gebe.
Für die Sicherheits- und Notbeleuchtung von Fluren und Treppenhäusern gilt laut Verwaltung: „Bei hochmodernen Anlagen ist es so geregelt, dass die Notleuchten nur bei Stromausfall angehen. In Gebäuden mit diesen hochmodernen Anlagen sind Flure und Treppenhäuser abends und am Wochenende dunkel. In Gebäuden mit älteren Anlagen muss die Sicherheits- und Notbeleuchtung in Fluren und Treppenhäusern abends und an Wochenenden angeschaltet sein. Der Energieverbrauch einer Notbeleuchtung ist aber eher gering.“
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Dass es sich bei einer so hellen Beleuchtung wie an dieser Stelle um eine Notbeleuchtung handeln soll, fällt nicht allein den Nachbarn schwer zu glauben.


