Leverkusen – Auch vor einem Gotteshaus hat die Flut der Wupper Mitte Juli 2021 nicht Halt gemacht: Die Bielertkirche in Opladen versank in Schlamm und Wasser. Ein Jahr danach sind die Sanierungsarbeiten angelaufen. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis Gläubige die Kirche wieder nutzen können.
Genauer gesagt, rechnet die Gemeinde damit, erst 2025 Gottesdienste feiern zu können. Dass es nun weitergeht, ist weithin sichtbar: Die Kirche ist seit einigen Wochen eingerüstet. Die Arbeiten am Gerüst mussten allerdings nach nur zwei Wochen direkt für einige Zeit unterbrochen werden.
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Der Grund ist allerdings erfreulich: „Da unsere Turmfalken, die bereits seit über zehn Jahren bei uns wohnen, freudigerweise kleine Falken zur Welt gebracht haben, werden die Arbeiten am Gerüst in Kürze fortgeführt“, erklärt Pressesprecher Tobias Falke.

So sieht die Bielertkirche aktuell von innen aus.
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Insgesamt drei Bauabschnitte sind geplant. Zunächst wird der Kirchturm saniert, im zweiten Abschnitt das Kirchenschiff und abschließend erfolgt die Innensanierung.

Überflutete Bielertkirche vor einem Jahr
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„Die Kirchturmsanierung mit Glockenstuhl ist noch in diesem Jahr geplant“, erklärt Falke. Im Jahr 2023 folgt der zweite Bauabschnitt und „2024 widmen wir uns schließlich der Innensanierung des Kirchenschiffs, sodass voraussichtlich ab 2025 die Bielertkirche wieder genutzt werden kann.“

Küster Bruno Gross musste Schlamm schippen.
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Nach wie vor darf die Bielertkirche nicht betreten werden.
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Nachdem in der Nacht auf den 15. Juli die Wupper über ihre Ufer getreten war, hatte das Wasser die Kirche bis zu den Altarstufen überflutet – mit der Folge, dass der Putz bis auf Höhe der Fenster abgeschlagen werden musste. Im Oktober krachte dann ein ein bis zwei Quadratmeter großes Stück Deckenputz auf die Empore neben der Orgel.
Mehr als vier Millionen Euro kosten
Nun wird alles saniert: Den Kirchturm zu reparieren wird bis zu 1,5 Millionen Euro kosten, heißt es. Das Kirchenschiff schlägt mit 2,55 Millionen Euro zu Buche, sodass schon allein für die ersten beiden Bauabschnitte 4,05 Millionen Euro fällig werden, schätzt die evangelische Kirche.

Auch die Decke muss saniert werden.
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Beim dritten Bauabschnitt seien Umfang der Maßnahmen, Kosten und Finanzierung noch nicht abschließend geklärt. Ein Batzen von einer halben Million Euro kommt vom Denkmalförderprogramm NRW, somit vom Land. Weitere Geberin ist die Regionale Kulturförderung des Landschaftsverbands Rheinland mit 50.000 Euro für 2022, und, so hofft man, jeweils 40.000 Euro für 2023 und 2024. Weitere 25.000 Euro schießt die „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Kiba)“ zu. Und auch der Förderverein war fleißig und hat bereits 57.000 Euro an Spenden gesammelt.



