Simona Antonuccio hat die Trattoria l’Angolo von ihrem Bruder übernommen und sieht ihre Gäste als Familie an.
Gastro-Tipp LeverkusenDie Trattoria l’Angolo ist wie ein großes Wohnzimmer

Simona Antonuccio leitet die Trattoria d’Angolo, Papa Piero kocht.
Copyright: Stefanie Schmidt
Seit mehr als zehn Jahren gibt es die kleine Trattoria d’Angolo an der Mülheimer Straße in Schlebusch, im Oktober 2024 hat Simona Antonuccio sie von ihrem Bruder übernommen – mit ihrem ganz eigenen Führungsstil. Beispiel Silvester: Eigentlich hat die Trattoria mittwochs Ruhetag. „Dann fingen die Leute an zu fragen, ob ich Silvester denn aufmachen würde“, berichtet die Inhaberin. „Da habe ich gesagt: Für zwei Tische mache ich nicht auf, aber wenn mehr Interesse besteht… Und schon war der Laden voll.“ Auch ohne spezielles Menü und Unterhaltungsprogramm. „Später haben wir die Musik ein bisschen aufgedreht und es wurde getanzt, alles ganz spontan. Das war ein toller Abend, alle waren glücklich.“ Unkompliziert, wie im Wohnzimmer von Freunden, so soll es bei ihr zugehen.
Was hat es mit dem Restaurant-Namen auf sich?
Den Namen hatte die Trattoria schon, als mein Bruder sie noch geleitet hat. „Angolo“ heißt auf Italienisch Ecke – es ist also die Trattoria an der Ecke. Ich habe nur den Zusatz by Simona. Als mein Bruder den Laden aufgeben wollte, dachte ich mir: Nein, das ist zu schade, dann mache ich das weiter. Auch, weil unser Vater ja hier kocht. Das ist ein echter Familienbetrieb, ich wollte nicht, dass das an jemand Fremdes geht. Und ich habe es nicht bereut, die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß.
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Was kommt bei Ihnen auf den Teller und ins Glas?
Alles aus Italien. Meine Familie kommt aus Apulien, mein Vater arbeitet seit mehr als 40 Jahren als Koch, früher auch in Köln, jetzt hier bei uns. Mein Mann kommt aus Neapel, bei uns im Restaurant gibt es zu essen, was wir zu Hause auch essen. Artischocken sind zum Beispiel eine wichtige Sache. Lasagne gibt es überall. Zu trinken gibt es natürlich verschiedene italienische Weine, aber eigentlich gibt es nur zwei, die von den Gästen immer nachgefragt werden: der Primitivo aus Apulien und den Lugana-Weißwein.

Die Terrasse möchte Simona Antonuccio umgestalten, sobald es wärmer wird.
Copyright: Stefanie Schmidt
Was ist das Highlight auf Ihrer Karte?
Wir arbeiten viel mit saisonalen Tageskarten. Aktuell ist die Pasta mit Wildschwein besonders gefragt. Im Herbst werden auch sehr gerne Gerichte mit Steinpilzen genommen. Wenn Sie mich nach meinem persönlichen Lieblingsgericht fragen: Pizza aus unserem traditionellen Steinofen geht immer! Aber auch einfache Pasta aglio e olio mag ich sehr gerne.
Was ist das Besondere an Ihrem Lokal?
Ich sehe die Gäste nicht so sehr als Kunden, sondern eher als Familie, die ich in meinem Wohnzimmer empfange. Wenn ich Dekoration sehe, die mir gefällt, kaufe ich das für den Laden genauso ein wie für meine Wohnung. Ich mag das, wenn es gemütlich und familiär ist. In der Küche kocht mein Papa, mein Mann und ich machen den Rest. Ich bin glücklich, wenn die Gäste meinen Namen kennen und eine gute Zeit haben. Ich denke, das macht den Laden aus.
Was gefällt Ihnen am Standort?
An Schlebusch gefällt mir einfach alles. Es ist wirklich wie ein eigenes Dorf, die Menschen sind nett und man kennt sich. Wenn es Gästen hier gefällt, spricht sich das schnell rum.
Was planen Sie für die Zukunft?
Im Frühling möchte ich gerne die Terrasse neu gestalten, damit man auch draußen noch gemütlicher sitzt. Wir bekommen auch immer mehr Anfragen zu Veranstaltungen wie Geburtstagen, Kommunion oder Hochzeit, das macht mir auch Spaß, dafür zu dekorieren und es für alle schön zu machen. Das darf gerne so weitergehen.
Trattoria l’Angolo, Mülheimer Straße 82, hat bis auf mittwochs immer von 17.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Eine Pizza Margherita gibt es für 9,50 Euro, Tagliatelle mit Lachs in Weißweinsoße kosten 19 Euro, ein Glas Primitivo 8 Euro. Reservierung unter 0214 3 160 100.

