In mehreren Fällen wurden schwere Verletzungen versorgt und Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt.
100-Tage-BilanzKinder-Notarzt Leverkusen rückt 45-mal aus – Bedarf ist höher

Kindernotarzt-Wagen am Klinikum Leverkusen
Copyright: Klinikum Leverkusen
Seit 100 Tagen ist das neue Kindernotarzt-Team am Klinikum Leverkusen unterwegs – Zeit für eine erste Bilanz.
Das Kindernotarzt-Team rückte in den ersten drei Monaten 42-mal zu Notfallorten aus, um den regulären Rettungsdienst mit spezialisierter kindermedizinischer Expertise zu unterstützen. In drei weiteren Fällen begleitete das Team intensivmedizinische Verlegungen zwischen Kliniken. Bei den Einsätzen vor Ort versorgten die Fachleute junge Patientinnen und Patienten mit schweren Verletzungen; in mehreren Fällen wurden Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt.
Das Kindernotarzt-Team besteht aus einer Oberärztin oder einem Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatzweiterbildung Notfallmedizin sowie einer speziell qualifizierten Pflegefachkraft. Zehn Mitarbeitende des Klinikums gehören zum Personalpool. Das Team wird über die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen alarmiert.
Einsätze bis Köln und Mettmann
14 der 42 Einsätze fanden außerhalb Leverkusens statt: dreimal im Rheinisch-Bergischen Kreis, viermal im Kreis Mettmann und siebenmal im Kölner Stadtgebiet.
26 weitere Einsatzanforderungen gingen außerhalb der derzeitigen Einsatzzeiten ein. Das Team steht derzeit montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr zur Verfügung. Laut Klinikumsleitung deuten diese Zahlen auf einen höheren Bedarf hin, als aktuell abgedeckt wird.
Das Kindernotarzt-Team wird nicht von den Krankenkassen refinanziert. Das Einsatzfahrzeug wird von der Björn-Steiger-Stiftung bereitgestellt, die auch die Betriebskosten während der zunächst zweijährigen Projektdauer übernimmt. Die Personalkosten trägt das Klinikum Leverkusen selbst. Für einen Ausbau des Angebots ist das Klinikum auf Spenden und Fördermittel angewiesen.
