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JahresbilanzKlinikum Leverkusen schließt 2025 mit millionenschwerem Überschuss

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Klinikum Leverkusen Krankenzimmer am Abend

Das Klinikum Leverkusen

Die städtische Tochtergesellschaft sieht sich weiter auf einem „stabilen Wachstumskurs“, auch bei den Zahlen der Patientinnen und Patienten.

Das Klinikum Leverkusen hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Überschuss von 4,3 Millionen Euro abgeschlossen. 2024 hatte der Jahresüberschuss 5,6 Millionen Euro betragen. Im Jahr davor wiederum hatte das städtische Krankenhaus, bedingt durch die Corona-Pandemie, noch einen Fehlbetrag von 4,7 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Leitung des Klinikums wertet das Jahresergebnis für 2025 als „starke Bilanz“ und eine Fortsetzung ihres „soliden Kurses“ in wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser, die von Jahr zu Jahr anspruchsvoller würden, so André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, laut einer Mitteilung von Mittwoch. Das Krankenhaus zähle „damit zu den wirtschaftlich stabilsten Häusern der Region“.

Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, medizinische Geschäftsführerin des Klinikums, sprach angesichts des positiven Ergebnisses vom Vertrauen der Patientinnen und Patienten in die hohe Behandlungsqualität des Hauses. Mitrenga-Theusinger: „Besonders erfreulich ist, dass wir unser Einzugsgebiet weiter ausbauen konnten. Vor allem im Notfallbereich versorgen wir als Maximalversorger zunehmend Patientinnen und Patienten über die Stadtgrenzen Leverkusens hinaus.“ Im Mai 2025 hatte der Rheinisch-Bergische Kreis dem Klinikum die Notfallversorgung für die Gemeinde Odenthal und den Bergisch Gladbacher Stadtteil Schildgen übertragen. Im November 2025 wurde bekannt, dass infolge der Schließung einer Notfallpraxis in Langenfeld wohl auch vermehrt Patientinnen und Patienten aus dem südlichen Kreis Mettmann im Klinikum zu erwarten sind.

Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, medizinische Geschäftsführerin, und André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, medizinische Geschäftsführerin, und André Schumann, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums

Das Klinikum setzt laut der Mitteilung auf eine hohe Facharzt- und Fachpflegequote. Das drückt sich auch in der Zahl der Beschäftigten aus. Lag sie Mitte 2024 noch bei etwa 2500, werden mittlerweile an der Straße Am Gesundheitspark fast 3000 Menschen beschäftigt. Allein 2025 hat man in dem Krankenhaus an der Dhünn 160 neue Vollzeitstellen geschaffen.

Gefördert mit mehr als 73 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen sollen in den kommenden Jahren außerdem ein neues OP-Zentrum und eine deutlich größere und modernere Zentrale Notaufnahme gebaut werden. Das Klinikum versorgt jährlich 75.000 Notfälle. Auch die Zahl der Betten soll von aktuell 760 Betten um insgesamt 130 erweitert werden. 30 davon sind in zwei neuen Stationen untergebracht, die im April eröffnet wurden.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Klinikum erneut einen Überschuss von mindestens fünf Millionen Euro trotz der aus Sicht der Leitung herausfordernden Rahmenbedingungen, die die Bundesregierung mit dem Beitragsstabilisierungsgesetz, also der Gesundheitsreform, geschaffen hat. Im kommenden Jahr stehen Mitrenga-Theusinger, Schumann und die gesamte Leitungsebene des Klinikums womöglich allerdings vor einer nie dagewesenen zusätzlichen Herausforderung: Die Gespräche über eine Übernahme des St. Remigius-Krankenhauses in Opladen von der katholischen Alexianer GmbH sind laut eigenem Dafürhalten weit gediehen. Sie sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. Das St. Remigius-Krankenhaus hat etwa 550 Mitarbeitende und verfügt über knapp 240 Betten.