Veranstaltungen im Freudenthaler Sensenhammer, Forum und Schloss Morsbroich stehen auf dem Programm.
Kulturvorschau LeverkusenDer September bringt Emotionen und einen Violoncello-Star

Friedrich Thiele, erster Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Copyright: Fotograf René Gaens, People- und Reportagefotografie, Dresden
Die Stadt hat das Programm von Leverkusen Kultur für den September bekannt gegeben. Mit der Kunst kommen auch Botschaften von Frieden, Feminismus und gemeinsamer, tröstlicher Erfahrung.
Hope – No one should die

Der israelische Musiker Yair Dalal
Copyright: Ayal Tal
Die langjährige künstlerische Partnerschaft zwischen L’arte del mondo mit dem Leiter Werner Ehrhardt und dem israelischen Musiker Yair Dalal (Geige und Oud) mündet in diesem Projekt. Dalal, israelischer Jude irakisch-jüdischer Abstammung und engagierter Friedensaktivist, verbindet in seiner Musik jüdische, arabische und westliche Facetten. Das neue Programm dreht sich um seine Komposition „No one should die“ – entstanden kurz vor dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023. Das Stück feiert den Frieden, ehrt das Leben und lehnt jede Rechtfertigung von Krieg und Tod ab. Die Veranstaltung der Reihe „Farbe bekennen – Musik und Theater gegen Intoleranz und Gewalt“ wird gefördert von Bayer Kultur und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Datum: Donnerstag, 17. SeptemberUhrzeit: 18 Uhr und 20 UhrOrt: Freudenthaler SensenhammerEintritt: 24 Euro, ermäßigt: 14 Euro
Weil wir weitergehen …
Das Sinfoniekonzert mit Werken von Samuel Barber, Edward Elgar und Antonín Dvořák. Bayer Philharmoniker, Friedrich Thiele (Violoncello), Jesús Ortega Martínez (Leitung), soll ein Abend voller Emotion und Trost werden: Barbers berührendes „Adagio for Strings“ wirkt allumfassend melancholisch. Mit Elgars Cellokonzert bringen die Bayer Philharmoniker einen echten Star mit – Friedrich Thiele, erster Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden, übernimmt die virtuose Solo-Partie. Dvořáks Werk rundet den emotional bewegten Abend versöhnlich ab.
Datum: Samstag, 19. September Uhrzeit: 19.30 Uhr (Werkeinführung: 19 Uhr im Terrassensaal)Ort: Forum (Großer Saal)Eintritt: 37 bis 22 Euro, ermäßigt 20,50 bis 13 Euro.
Feminine Soundscapes – Frauen in der Musikgeschichte

Duo Amabile: Paula Breland (Klarinette) und Anna-Katharina Schau (Akkordeon)
Copyright: Zuzanna Specjal
„Sisters are doin’ it for themselves“ – unter diesem Motto präsentiert das Duo Amabile, Paula Breland und Anna-Katharina Schau, die bedeutenden Beiträge von Komponistinnen aus verschiedenen Epochen. Über Jahrhunderte hinweg wurden Werke von Frauen oft in den Hintergrund gedrängt oder vergessen. Das Programm „Feminine Soundscapes“ entdeckt beeindruckendes weibliches Schaffen: von der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen über romantische Größen wie Clara Schumann und Fanny Mendelssohn-Hensel bis zu modernen Stimmen wie Nadia Boulanger, Ester Mägi und Graciane Finzi.
Datum: Montag, 21. SeptemberUhrzeit: 19.30 UhrOrt: Forum (Studio)Eintritt: 24 Euro, ermäßigt 14 Euro
„… denn die Zeit ist eingestürzt.“

Pianistin Nina Gurol
Copyright: Sophia Hegewald
Amadeus Wiesensee und Nina Gurol präsentieren einen berührenden Dialog zwischen Musik und Sprache: Der Pianist und die Pianistin gestalten eine musikalische Begegnung um Viktor Ullmanns Melodrama „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ nach Texten von Rainer Maria Rilke. Ullmanns letztes Werk, komponiert in Theresienstadt kurz vor seiner Ermordung in Auschwitz, erklingt im Dialog mit Schuberts tröstlichen Klaviersonaten. Ein Klavierabend, der Urmenschliches reflektiert und einen Moment gemeinsamer, tröstlicher Erfahrung ermöglicht.
Datum: Donnerstag, 24. September Uhrzeit: 19.30 UhrOrt: Schloss Morsbroich (Spiegelsaal)Eintritt: 24 Euro, ermäßigt: 14 Euro