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Schloss MorsbroichWelcher Gedanke hinter dem Europafest in Leverkusen steckt

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Europafest im Schlosspark Morsbroich. Foto: Ralf Krieger

Europafest im Schlosspark Morsbroich

Die Veranstaltung findet am Sonntag, 5. Juli, in Morsbroich statt.

Wenn am Sonntag, 5. Juli, beim Europafest am Schloss Morsbroich wieder gut tausend Gäste, bei gutem Wetter können es laut den Veranstaltern auch mal zweitausend sein, zusammenkommen, dann geht es immer um etwas mehr als um gutes Essen und das Bühnenprogramm. Es geht auch immer um einen Gedanken, eine Idee, die die Organisatoren der Europa-Union Leverkusen, des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) und der Stadt verfolgen. Einen „europäischen Geist“, wie es Jens Schäperclaus, Vorsitzender der Europa-Union, im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“ nennt.

Denn damals, vor mehr als dreißig Jahren, sei das Fest auch entstanden, weil der europäische Gedanke noch nicht so stabil gewesen sei, erinnert sich Udo Gerling, der ebenfalls zu den Organisatoren gehört. Das Fest sollte also auch immer dazu beitragen, zu verbinden.

36 Stände sind in diesem Jahr dabei. Streng genommen nicht alle mit europäischem Hintergrund, aber das spielt im Grunde keine Rolle. Schließlich leben alle in Europa zusammen, sagen die Organisatoren. Und die Idee zählt. Heute vielleicht noch mehr als vor zehn oder zwanzig Jahren. Gegen das „Auseinanderdriften Europas“ wolle man sich mit dem Fest positionieren, sagt Schäperclaus, „gegen Großmachtdenken“.

Kein Parken am Gymnasium möglich

Auf dem Programm stehen unter anderem ein internationaler Basar, da kann man dann auch die verschiedenen Köstlichkeiten aus allen Ländern probieren. Ab 12.20 Uhr tanzen Folkloregruppen vor dem Schloss: eine tamilische und eine der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Dazu kommt eine Trommelgruppe des mesopotamischen Jugend- und Kulturhauses.

Für 13.30 Uhr ist dann eine gemeinsame Andacht geplant: Christen, Juden, Muslime, Buddhisten oder Menschen welcher Religion auch immer sollen dann im Spiegelsaal zusammenfinden. Das Motto lautet „Der Frieden beginnt in mir“, organisiert hat die Andacht der Rat der Religionen.

Von 15 bis 18.10 Uhr ist dann das Bühnenprogramm auf der Terrasse. Hinterm Schloss tanzen Folkloregruppen des griechischen Vereins Platon, des russischen Vereins „Unser Hof“ (Nasch Dwor) und die serbische Gruppe „Rados“. Auf der Bühne spielen um 15.05 Uhr die fünf Musikerinnen und Musiker von „Crazy Freilach“ ihre eigene Variante von Klezmer, die sie sogar schon in die Kölner Philharmonie geführt hat. Danach, 16 Uhr, tritt der Chor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auf. Das sind etwa zwanzig Sängerinnen und Sänger zwischen 13 und 19 Jahren. Sie versprechen eine Auswahl von Filmmusik sowie Rock und Pop. Für 16.20 Uhr ist der Auftritt von Anika Auweiler geplant. Die Hitdorfer Singer/Songwriterin kommt extra aus Berlin angereist, wo sie inzwischen lebt. Für 15.50 Uhr ist ein Grußwort von Patrycja Sypel, einer Repräsentantin der Regionalvertretung der EU-Kommission für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland, geplant.

Der Eintritt zum Fest ist frei, das machen laut den Veranstaltern auch die Sponsoren möglich: die Sparkasse, die Avea, die Bürgerstiftung und die Stadt. Wegen einer Schulveranstaltung kann man auf dem Parkplatz des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nachmittags nicht parken.