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KirmesBei der Gesellschaft Erholung in Edelrath heißt es wieder „Farbe egal“

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Natürlich gibt es auch wieder ein Schürreskarrenrennen auf der Edelrather Kirmes wie hier 2024.

Natürlich gibt es auch wieder ein Schürreskarrenrennen auf der Edelrather Kirmes wie hier 2024.

Zum 99. Mal richtet der Verein das Volksfest aus, am Freitag und Samstag, 12. und 13. September.

Das Wort „Tombola“ müsse er eigentlich gar nicht in den Mund nehmen, sagt Uwe Müller, der Vorsitzende der Gesellschaft Erholung Edelrath-Uppersberg. Zwei Worte reichten bei den meisten Menschen in der Umgebung aus und sie wüssten Bescheid: „Farbe egal“. Die große Verlosung am Sonntagabend ist natürlich auch dieses Jahr wieder Teil der Edelrather Kirmes. Zum 99. Mal veranstaltet die Gesellschaft das Fest im und um das Zelt am Edelrather Weg: am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September.

Los geht's samstags um 14 Uhr mit einem Kinderfest. Das habe man weitestgehend selbst organisiert. Die jungen Besucherinnen und Besucher können unter anderem Dosenwerfen, Torwandschießen und Eierlaufen. Traditionelle Spiele also. Das ist natürlich kein Zufall. Denn die Tradition will die Gesellschaft Erholung bei ihrer beliebten Kirmes natürlich am Leben halten. Dazu gehört auch das Wecken des Kirmespatrons Zachäus am Freitag und das Vergraben am Sonntag zum Abschluss der Kirmes. Das ist vor allem die Aufgabe der Geloogsjungen, in der Tradition die Junggesellen des Vereins.

Keine jahrzehntelange Tradition ist der Besuch der Schlebuscher Tanzgruppen, aber die Tänzerinnen und Tänzer der KG Grün-Weiß sind auch schon seit einigen Jahren dabei. Die Schlebuscher, die Erwachsenentanzgruppe, können in diesem Jahr ausnahmsweise nicht. Dafür kommen am Samstagnachmittag die junge Abordnung der Schlebuscher Pänz und am Samstagabend die Jugendgruppe.

Viererteams fahren Schubkarrenrennen

Um 17 Uhr beginnt samstags das Schürreskarrenrennen, das gibt es auch im Grunde schon immer. Seit es kein Seifenkistenrennen mehr gibt – und das wird wegen der hohen Genehmigungsauflagen trotz vielfacher Anfragen so bleiben, sagt Müller – ist das einer der Höhepunkte der Kirmes. Viererteams treten im Schubkarrenrennen gegeneinander an. Sechs Teams hätten sich schon angemeldet, acht könnten mitmachen, so Müller.

Danach ist „Pohlhauen“ angesagt. Rechts und links neben dem Festzelt werden zwei Holzpfähle postiert. Wer will, kann, so oft er oder sie kann, mit einem Vorschlaghammer auf einen Pohl hauen, um ihn in die Erde zu treiben. Die Seite derjenigen, deren Pfahl als erste im Boden ist, gewinnt. „Das kommt daher, dass die Kirmes symbolisch verankert wird. Damit sie nicht wegfliegt“, erklärt der Vorsitzende der Edelrather. Nach den bereits erwähnten Schlebuscher Pänz tritt Wolfgang Mally als „Ne Kölsche Jukebox“ auf.

Und dann heißt es noch in der Nacht für Müller und sein Team: umbauen. Denn der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einer Zeltmesse. Die Stühle und Bänke stellen die fleißigen Helfer dafür schon nachts auf. Der harte Kern bestehe etwa aus 20 Personen, die an diesem Wochenende besonders anpackten, sagt Uwe Müller.

Nach der Zeltmesse steht der Frühschoppen mit „De Hötchespiller“ auf dem Programm. Dann, gegen 13 Uhr, folgt die nächste Tradition: das Hahnenköppen. Wer einem Kunststoffhahn den Kopf abschlägt, wird neuer Hahnenkönig. Amtierender Würdenträger ist Michael „Mike“ Wiering, seine Königin ist Astrid Wittmann. Der neue Hahnenkönig oder die neue Hahnenkönigin wird dann nach dem Kirmeskaffeeklatsch gekrönt. Für den haben Vereinsmitglieder, Freunde und Nachbarn locker 40 Kuchen selbst gebacken, sagt Müller.

Nach der Krönung ist dann wieder Zeit für „Farbe egal“. 6000 Lose in sechs verschiedenen Farben werden die Mitglieder der Gesellschaft Erholung verkauft haben. Zu gewinnen gibt es durchaus hochwertige Preise wie Reisegutscheine (500 Euro), Fernseher und E‑Scooter. Aber auch traditionelle Gewinne wie Eier, Nudeln, Pflaumen  oder Kartoffeln. Wichtig ist dabei: „Farbe egal, Nummer muss stimmen.“ Diesen Ausspruch hat Josef Weber geprägt. Viele, viele Jahre leitete er die Tombola und hatte immer wieder diesen Spruch auf den Lippen. Das hat sich so eingeprägt, dass er als „Mr. Farbe egal“ gilt und sich sogar ein Fanklub gebildet hat. Weber hat die Leitung der Tombola vor ein paar Jahren aus Altersgründen abgegeben. In diesem Jahr übernimmt Tim Mayer das.

Edelrather Kirmes, 12. September ab 14 Uhr und 13. September ab 10 Uhr. Festzelt am Edelrather Weg, der Eintritt an beiden Tagen ist frei.