Ein Streit sei eskaliert, sagen Bekannte des Opfers. Die Polizei sucht den Täter aus dem Park an der Villa Wuppermann noch.
SchlebuschEs gibt Zeugen der tödlichen Messerattacke in Leverkusen

Kerzen und Blumen markieren die Stelle im Wuppermann-Park, an der am Dienstagabend, 25. August, ein 20 Jahre alter Mann mit einem Messer attackiert wurde. Er wurde so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Klinikum verstarb. Am Donnerstag war ein tatverdächtiger Mann noch auf der Flucht.
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Die Suche nach dem jungen Mann, der am Dienstagnachmittag einen 20-Jährigen im Wuppermann-Park mit einem Messer attackiert und so schwer verletzt hat, dass er im Klinikum starb, dauerte am Donnerstagnachmittag an. Die Mordkommission der Kölner Polizei gehe verschiedenen Spuren nach, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Bei den Ermittlungen könnte sich eine Aussage vom Dienstagabend als hilfreich erweisen: Ein Bekannter des Opfers will den Täter auf einem Foto von Verdächtigen wiedererkannt haben, das Polizisten am Tatort gezeigt hatten. Auch diese Spur werde natürlich verfolgt, so die Polizei.
Nach Darstellung des Bekannten hatte man sich am Dienstag gegen 17 Uhr zu viert in dem kleinen Park an der Villa Wuppermann getroffen, um ein bisschen zu quatschen. Dann sei ein junger Mann aufgetaucht, und aus dem Gespräch mit dem 20 Jahre alten Kumpel sei nach und nach ein Streit entstanden. Plötzlich sei der Andere auf den Freund zugestürmt und habe mit dem Messer zugestochen, so die Darstellung des Zeugen gegenüber der „Rheinischen Post“.

Die Ermittler am Tatort im Park
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Der Täter hat daraufhin nach Angaben der Polizei die Flucht in Richtung Dhünnberg angetreten. Zum Verbleib der Tatwaffe wollten die Ermittler aus taktischen Gründen am Donnerstag keine Angaben machen. Neben der Zeugenaussage gebe es aber weitere Ermittlungsansätze, so der Polizeisprecher.
Das dürfte auch ein Grund sein, warum die Polizei auf Basis der Aussage des Freundes bislang nicht mit einem Fahndungsfoto an die Öffentlichkeit gegangen ist. Dazu bedarf es eines richterlichen Beschlusses – und die Ermittler müssen schon sehr sicher sein, dass die Person auf dem Foto wirklich der Täter ist. Der Schaden für die verdächtigte Person ist schließlich riesig.
Aufgrund der Spurenlage und der Zeugenaussagen gibt es offenbar noch andere, vielversprechende Ermittlungsansätze für die Mordkommission. Wie konkret der Verdacht und wie nah man dem mutmaßlichen Täter ist, könne man in dieser Phase nicht sagen, hieß es am Donnerstag weiter.
Unterdessen herrschen Betroffenheit und Trauer in Schlebusch. Der Wuppermann-Park und der sich anschließende Grünzug an der Dhünn sind beliebt als Orte der Ruhe und Erholung. Auch Familien mit Kindern nutzen ihn häufig. Dass ein junger Mann aus Schlebusch dort Opfer einer Gewalttat werden konnte, macht offenbar viele fassungslos.
