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EinweihungsfeierAcht Menschen mit Behinderung leben in betreuter Wohngruppe in Hitdorf

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Philipp Styppa (v.l.), Natalie Warring, Vanessa Kramer, Timo Peters, Paul Piske, Marvin Krehl und Melanie Langhein leben seit April in der betreuten Wohngruppe Mohnweg in Hitdorf.

Philipp Styppa (v.l.), Natalie Warring, Vanessa Kramer, Timo Peters, Paul Piske, Marvin Krehl und Melanie Langhein leben seit April in der betreuten Wohngruppe Mohnweg in Hitdorf.

Eine Elterninitiative hat die Wohngruppe gegründet. Bis es soweit war, mussten die engagierten Eltern einen weiten Weg zurücklegen.

Am Samstag feierten die acht Bewohnerinnen und Bewohner der betreuten Wohngruppe Mohnweg in Hitdorf die Einweihung ihres Zuhauses. Unter dem Motto „So viel Unterstützung wie nötig – so viel Freiheit und Selbstbestimmung wie möglich“ hatte sich 2014 eine Leverkusener Elterninitiative zum gemeinnützigen Verein „Wir halten zusammen“ zusammengeschlossen, der das Projekt der Wohngruppe für Menschen mit Behinderung vorangetrieben hat.

Ein Grundstück für das Wohnprojekt fanden die Vereinsmitglieder erst 2021. „Wir sind hartnäckig geblieben und haben daran geglaubt, dass es klappen kann. Das Warten hat sich dann gelohnt“, sagt Heinrich Styppa, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins und Vater von Philipp Styppa, einem der Bewohner. „Dank des Engagements des damaligen Oberbürgermeisters Richrath konnte die Stadt schließlich ein Grundstück finden“, erzählt er weiter. Im Jahr 2023 begann der Bau des Hauses in Hitdorf, zwei Jahre später wurde es vom Bauunternehmer Gernot Paeschke fertiggestellt. Wegen Problemen in der Personalbeschaffung hat sich der Einzug dann auf vergangenen April verzögert. Die in Mönchengladbach ansässige evangelische Stiftung Hephata leistet die pflegerische und pädagogische Betreuung.

Acht Apartements mit je zwei Zimmern

Das Haus ist in acht Zwei-Zimmer-Apartments aufgeteilt. In einem Raum essen die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam, am Samstag und Sonntag wird gemeinsam mit den Betreuern gekocht. Auch Malen, Häkeln und Feiern stehen auf dem Programm der Wohngruppe, die Ideen für Aktivitäten kommen häufig von den Bewohnern selbst. „Mir gefällt es sehr gut im Haus, vor allem, mit der Gruppe zu kochen und der Pyjama-Abend“, erzählt der 43-jährige Bewohner Philipp Styppa. „Alle Bewohner haben echt lange auf diesen Moment gewartet, dementsprechend ist die Stimmung ausgelassen“, fügt Linda Schenning, Betreuerin der Wohngruppe, hinzu.

Für die vier Frauen und vier Männer mit Behinderung ist es das erste Mal, dass sie aus ihrem Elternhaus ausziehen, somit stellen sie sich auch vielen Herausforderungen. „Am Anfang war es schwer, mich einzugewöhnen, aber jetzt gefällt es mir sehr gut“, erzählt die Bewohnerin Melanie Langhein. Die Gruppe wird von den Mitarbeitern der Hephata-Stiftung dabei unterstützt, den Alltag selbständig zu bewältigen, vom Haushalt bis zum Einkaufen. Einmal die Woche treffen sie sich zur Mieterrunde, in der besprochen wird, was gut läuft und wie das Zusammenleben noch verbessert werden kann. „Das Konzept ist Selbstbestimmung und dadurch die Wirksamkeit erleben, das eigene Leben zu gestalten“, sagt Linda Schenning. „Unser Ziel ist es eigentlich, nicht mehr gebraucht zu werden“, erklärt sie.

Die Bewohner unterstützen sich dabei auch gegenseitig. Durch ihre unterschiedlichen Behinderungen aber auch Stärken, können sie sich gut ergänzen. „Zum Beispiel hat eine Person eine gute Orientierung und die andere kann lesen. Zu zweit können sie dann ohne Probleme mit dem Bus in die Stadt fahren und sich zurechtfinden“, erzählt Heinrich Styppa. Bei der Einweihung am Samstag feierten die Bewohner mit den Fördervereinmitgliedern, Nachbarn, Freunden und Unterstützern des Projektes bei Bratwurst und Limo.