Vier Jahre lang musste das „Schlebuscher Wochenende“ pausieren. Jetzt kam es mit voller Stärke zurück.
Schlebuscher WochenendeDas „Dorf“ lebt auf

Auf dem Arcadenplatz wurde für viel Unterhaltung bei Wein verschiedener Weinbaugebiete gesorgt.
Copyright: Tillmann Rings
Gleich zwei Feste, ein Oktober- und ein Weinfest, dazu ein kleiner Kunsthandwerkermarkt und ein Straßenfest verschiedener lokaler Vereine bereicherten dieses Jahr nach längerer Pause das „Dorf“. Organisiert hatte es die Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch (WFG). Dabei bekam die WFG Unterstützung von den Organisatoren des vor wenigen Wochen veranstalteten „Wein am Rhein“, des Teams um Rainer Schmitz. „Mehrere Jahre Pause, jetzt das große Revival – wir wollen uns in Zukunft stetig vergrößern: mehr Bühnenprogramm, mehr Aussteller“, berichtete der Vorsitzende der WFG von den zukünftigen Plänen.
Auf dem Arcadenplatz unterhielten verschiedene Tanzgruppen und später auch ein DJ viele Besucher. Imbisswagen und viele Winzer verschiedener deutscher Weinbaugebiete sorgten für ein buntes kulinarisches Angebot. Auch der italienische Feinkostladen „La Bottega Italiana“ und der neue Weinladen „Korn & Kante“ lockten Kunden mit Wein italienischer und anderer europäischer Regionen. Lea Kuschel, Eventmanagerin des Weinladens „Korn & Kante“, erklärte die Vision des Geschäfts für nächstes Jahr: Weinbars im Außenbereich, erweitertes kulinarisches Angebot mit Tapas und verschiedene Events wie Wanderungen oder „Wine&Crime“-Abende.
Erfahrung hat Kuschel bereits aus der zuerst eröffneten Dependance in Bechen. „Wir warten noch auf die Erlaubnis der Stadt für den Außenbereich, beantragt ist alles“, so Kuschel.

„La Bottega Italiana“ sorgte für kulinarische, italienische Feinkost
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Dass der Karneval sogar im Spätsommer eine wichtige Rolle in Schlebusch spielt, zeigen die „Schlebuscher Pänz“ von der KG Grün-Weiß. Neben einem Auftritt auf der Bühne auf dem Arcadenplatz vor stolzen Eltern waren sie auch in der Fußgängerzone mit einem Stand präsent: Mit einer Tombola und dem Verkauf von Waffeln sorgten sie für Erlös für einen ausreichenden Vorrat für die kommenden Karnevalsumzüge. „Diese Session stellen wir den Karnevalsprinzen und müssen Kamelle für alle drei Züge besorgen“, so die Leiterin der Karnevalstanzgruppe, Julia Hoegen.

Die „Schlebuscher Pänz“ von „KG Grün-Weiß Schlebusch“ unter Leitung von Julia Hoegen und Kati Rasch sammelten Spenden für die drei großen Karnevalszüge.
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Etwas weiter in Richtung Lindenplatz hatte der Imker Christian Kaltenbach aus Burscheid seinen Stand. Er stellt auf zahlreichen Märkten der Region aus. Neben verschiedenen Honigsorten bot er auch andere Erzeugnisse wie Wachsprodukte oder Bonbons an. Er bemerkt, dass Kunden zunehmend zurückhaltender beim Kauf sind. Dennoch schätzten sie nach wie vor gute Honigqualität von heimischen Bienenvölkern.

Der Burscheider Imker vom Leverkusener Imkerverein stellte zahlreiche Produkte seiner 25 Bienenvölker aus.
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Im weiteren Verlauf der Fußgängerzone konnte man die Werke einiger Künstler und Künstlerinnen bestaunen: Darunter einen Glasbläser aus Solingen, der Kindern sein Handwerk erklärte und mit ihnen zusammen verschiedene Figuren gestaltete.
Drei Künstlerinnen vom Kölner Künstlerkollektiv „Kreativum“ verkauften ihr Kunsthandwerk. Als die Künstlerin Sarah Buß aus Schildgen über eine gemeinsame WhatsApp Gruppe von dem Markt im nahen „Dorf“ erfahren hatte, meldete sie sich direkt mit ihren beiden Kolleginnen an.

Ein Glasbläser arbeitete mit Kindern zusammen an verschiedenen Glasfiguren.
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Die Künstlerin Sarah Buß an ihrem Stand „Steingeräumt“ kreiert Bildmotive aus kleinen Steinen.
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Am Ende der Fußgängerzone konnte man bis in den frühen Abend das Geschäft „Home Fashion“ von Thorsten Mack besuchen. Gerade im Hinblick auf die schwierige Lage des Einzelhandels betonte der Geschäftsinhaber: „Man muss einfach präsent sein, auch wenn es sich am Ende eventuell nicht rentiert.“ Er erhoffe sich durch den verkaufsoffenen Sonntag aber, neue Kunden anzulocken und hoffentlich langfristig zu halten.
