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Bahnhofsquartier OpladenLeverkusener Politik will insolventer Cube Real Estate Zeit geben

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Die Cube Real Estate AG plant mehr Wohnungen im Opladener Bahnhofsquartier, die Politik will aber erst mal abwarten, wie es mit der Insolvenz des Investors weitergeht.

Die Cube Real Estate AG plant mehr Wohnungen im Opladener Bahnhofsquartier, die Politik will aber erst mal abwarten, wie es mit der Insolvenz des Investors weitergeht.

Der Bezirksausschuss wollte erst einmal keine Entscheidungen zur Zukunft des Geländes am Opladener Bahnhof treffen.

Alfonso López de Quintana mahnte die Mitglieder der für Opladen zuständigen Bezirksvertretung zur Geduld: „Cube arbeitet daran, wieder auf die Füße zu kommen.“ Der Investor, der, wie berichtet, in die Insolvenz in Eigenverwaltung gehen musste, arbeite daran, eine Lösung zu finden, so der Geschäftsführer der Neuen Bahnstadt Opladen. „Und das sollten wir unterstützen. Kritisch sein – aber unterstützen.“

Das sahen die Mitglieder der Bezirksvertretung II ähnlich. Denn es gab zwar Kritik an den kürzlich im Bauausschuss vorgestellten neuen Plänen des Investors. In Kürze: Cube will weniger Büros bauen als ursprünglich vorgesehen, dafür mehr Wohnungen. Dafür will man im Bahnhofsquartier weniger Gebäude bauen, dafür höhere.

Zu „wuchtig“, „ein hässlicher, großer Klotz“, mahnte Daniel Frensch von Opladen Plus, als er die Pläne sah. Seine Fraktion hatte einen Antrag eingebracht, in dem sie forderte, nicht noch weiter von den ursprünglichen Planungen des Architekturbüros Kadawittfeld abzurücken. Grundsätzlich, so der Tenor im Ausschuss, sahen das wohl die meisten Mitglieder so. Dirk Danlowski von den Grünen sagte: „Die Bürger wollten das Konzept. Wir können jetzt nicht sagen, wir wollen was anderes.“

Cube findet nicht genug Mieter für Büros

Die Änderungen der Pläne hatte die Stadt in einem anderen Tagesordnungspunkt zum selben Thema begründet. Cube findet offenbar nicht genug Mieter für die Büros:  „Trotz intensiver Bemühungen seitens des Entwicklers – unter anderem mit der Stadt Leverkusen als Ankermieterin – konnte bislang kein Vermietungserfolg für die Büroflächen erzielt werden.“ Damit sich das Projekt lohne, müssten aber mindestens 60 Prozent vermietet werden. Das sei aber nicht der Fall „und die Finanzierung des Gesamtobjektes daher derzeit für den Entwickler nicht darstellbar“.

Wohnraum sei aber nachgefragt, das bestätigte auch der NBSO-Geschäftsführer im Ausschuss. Die Stadt sagt: „Wohnnutzungen stellen damit eine tragfähige und wirtschaftlich darstellbare Nutzungsperspektive für das Bahnhofsquartier dar.“

Widerstandslos wird der Plan allerdings wohl nicht durchgehen, das zeigen der Antrag von OP Plus und die Äußerungen der anderen Mitglieder im Ausschuss. Aber er wird erst einmal zurückgestellt. Der Grund sind die finanziellen Schwierigkeiten der Cube Real Estate AG. Das Unternehmen befindet sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. „Wegen Sanierung nicht geschlossen. Die Cube Real Estate befindet sich in einem strukturierten Sanierungsprozess“, hatte Cube dazu selbst mitgeteilt.

Man wolle aber „nicht starrköpfig sein“, sagte Antragsteller Daniel Frensch, sondern allen Beteiligten genug Zeit geben, um die erforderlichen Gespräche zu führen. Der Ausschuss vertagte den Antrag auf Frenschs Anregung in den nächsten Sitzungsturnus, also frühestens nach den Sommerferien.