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WiesdorfHartes Ringen mit der Stadt Leverkusen um zwei Stückchen Land

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Baugrundstück gegenüber der Ponova BKK an der Ecke Breidenbach-/Peschstraße

Das Grundstück für das geplante Bürogebäude an der Ecke Breidenbach-/Peschstraße ist nunmehr mithilfe der Stadt Leverkusen arrondiert worden. Auf das Projekt weisen bislang nur zwei aufgestapelte Container hin.

Der Investor Landmarken hat sich für sein zweites Projekt an der Peschstraße auf einen Kompromiss eingelassen.

Die Ankündigung des Immobilieninvestors Landmarken, an der Breidenbachstraße ein weiteres Bürogebäude zu errichten, ist schon etwas älter. Warum es unter anderem hakt, wurde jetzt hinter verschlossenen Türen deutlich. Das Unternehmen braucht mehr Platz für ein sinnvolles Investment. Den schafft jetzt die Stadt Leverkusen. Einstimmig wurde am Montagabend im Finanzausschuss einem Grundstücksgeschäft zugestimmt. Knapp 1200 Quadratmeter zwischen Breidenbach- und Peschstraße werden für 505.000 Euro abgegeben. Mit dem Deal finden Verkaufsverhandlungen, die sich über knapp zwei Jahre hinzogen und in denen der Investor und die Stadtverwaltung zwei konkurrierende Gutachten ins Spiel gebracht haben, ein Ende.

Der Preis liegt zwar deutlich unter dem Schätzwert von 609.000 Euro, aber das müsse man relativieren, heißt es in der Vorlage aus der Stadtverwaltung, die dem „Leverkusener Anzeiger“ vorliegt. Mit Blick auf das Land zwischen Chempark und südwestlicher Innenstadt heißt es: „Die Stadt Leverkusen erhält für die isoliert nicht bebaubaren städtischen Grundstücke eine respektable Einnahme und erspart sich künftig die Verkehrssicherung, wiederkehrende Pflege- und Entrümpelungskosten in nicht unerheblicher Höhe.“ Außerdem werde durch den Verkauf „der Altlastenstandort Tankstelle Am Knochenberg weitestgehend bereinigt“.

Ob Letzteres wirklich so eintritt, ist aber nicht gesichert: Sollte die frühere Tankstelle saniert werden, bestehe Landmarken „auf eine deutlich angemessene Beteiligung der Stadt Leverkusen an den Entsorgungskosten“. Eine Deckelung akzeptiere die Bauherrin nicht.

Mehr als 200.000 Euro Differenz

Die Monheimer Projektentwickler von Landmarken hatten sich für das geplante Gebäude zunächst aus dem Portfolio des Bayer-Konzerns bedient. Um den Bauplatz zu arrondieren, brauchten sie aber weiteres städtisches Land. Die Preisvorstellungen lagen von Beginn an deutlich auseinander. Landmarken hielt 402.000 Euro für angemessen, die Stadtverwaltung die erwähnten 609.000.

Mit dem Preisnachlass erkauft sich die Stadtverwaltung nach eigener Darstellung Einfluss: Man könne Dinge durchsetzen, „die baurechtlich vielleicht nicht zwingend erforderlich sind, städtebaulich und gestalterisch jedoch wünschenswert und ein Bauvorhaben zusätzlich verteuern können“, heißt es.

Im Planentwurf für den L-förmigen Bürobau sieht man auf den jetzt zusätzlich erworbenen Grundstücken allerdings nur Parkplätze und eine Zufahrt. Die dürfte jedoch wichtig sein, denn sie führt auf die Breidenbach- und nicht auf die viel befahrene Peschstraße. Um sie auf das ursprünglich erworbene Bayer-Grundstück zu bekommen, hätten die Landmarken-Leute einen Flügel des Gebäudes kürzer machen müssen. Das erste Projekt der Monheimer an der Peschstraße, in dem unter anderem die Pronova Betriebskrankenkasse residiert, hat allerdings eine Tiefgarage.