Ein Sonntag, Mitte Oktober, das erste Wochenende der Schulherbstferien, kurz vor 11 Uhr: Vor dem Schloss Morsbroich bauen Mitglieder verschiedener Leverkusener Vereine Stände auf– Hotdogs, Popcorn und viel mehr werden sie den Gästen am Sonntag anbieten. Gleichzeitig bereiten sich im Spiegelsaal des Schloss Morsbroich zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer auf den Auftritt der Tanz-AG der GGS Morsbroicher Straße vor. Eltern, Verwandte und Freunde warten im Publikum, bis es losgeht. Dann erklingen die „Märchenmelodien“ und die Gruppen aus verschiedenen Altersgruppen zeigen, was sie dazu einstudiert haben.
All das hat einen besonderen Grund: das Familien- und Nachbarschaftsfest rund ums Schloss. Beteiligt an dem Fest waren auch in diesem Jahr viele Leverkusener Vereine und Organisationen. Zuvor war der Tag drei Jahre lang als Familienfest gefeiert worden. Zum zweiten Mal ist es nun „ein großes Fest“, erklärte Lucia Riemenschnitter, Kunstvermittlerin des Museums, die wie auch im vergangenen Jahr die Verantwortliche für das Fest ist.

Die Tanz-AG der GGS Morsbroicher Straße präsentierte ihre Tänze im Spiegelsaal.
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Neben den Ständen wie dem der Leverkusener Wildcats oder „Pride am Rhein“ konnten Interessierte auch bei Workshops kreativ werden. So etwa beim Basteln von Bechermonstern oder beim Farbentauchen mit Draht. Aber neben Kindern beziehungsweise Familien, soll explizit die gesamte Nachbarschaft angesprochen werden, so Riemenschnitter, beispielsweise mit einem Spaziergang durch die Geschichte von Morsbroich oder einer historischen Führung durch das Museum, an denen Interessierte über den Tag verteilt teilnehmen konnten. Das Angebot werde auch gut angenommen, berichtet Lucia Riemenschnitter.
So seien im vergangenen Jahr etwa 500 Besucherinnen und Besucher gekommen. Das habe natürlich auch ein bisschen Druck ausgelöst für dieses Jahr, verrät die Verantwortliche für das Fest. „Aber wir freuen uns einfach über jeden, der kommt“, so Riemenschnitter, für die das Fest auch immer toll sei. „Es gibt so tolle Programme, die ja nur so toll sind, weil so viele dabei sind“, erzählt sie. Das Fest sei im Vergleich zum letzten Jahr auch noch mal größer geworden. Über die Teilnahme von weiteren Vereinen, spreche man auch ein anderes Publikum an, erklärt Lucia Riemenschnitter.
Denn das Museum Morsbroich erreiche vor allem die „Kunstblase“. Durch Kooperationen könne man darüber hinaus die Blase öffnen. Das Fest wird gefördert durch die Stadt Leverkusen, das Familienministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und Kinderstark NRW.

