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MusizierkreisSeit 60 Jahren Leverkusens bemerkenswerteste Besetzung

Das Ensemble, das auf einem VHS-Kursus fußt, sucht neue Mitglieder.

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Den Musizierkreis unter der Leitung von Heike Gorny gibt es inzwischen seit 60 Jahren.

Den Musizierkreis unter der Leitung von Heike Gorny gibt es inzwischen seit 60 Jahren.

1986 dürfte es gewesen sein, zumindest ungefähr. Zwölf oder 13 Jahre sei sie damals alt gewesen, als Heike Gorny ihr erstes Solo für den Musizierkreis der Volkshochschule Leverkusen gespielt hat: das Andante von Mozart. Das weiß die inzwischen professionelle Flötistin noch genau. Inzwische, etwa 40 Jahre später, leitet Gorny den Musizierkreis, der in diesem Jahr runden Geburtstag feiert, den 60.

Gegründet und bis 2022, als Gorny das Orchester übernommen hat, geführt hat den Musizierkreis Werner Kemmerling. Und der hatte, genau wie Gorny jetzt auch, nicht nur Proben (montags 19.30 Uhr im Forum) und Auftritte zu leiten, sondern die Stücke, die das Ensemble spielt, genau auf den Musizierkreis zuzuschneiden. Denn der habe „eine europaweit einmalige Besetzung“, wie die derzeitige Leiterin sagt. Der Musizierkreis besteht hauptsächlich aus Altflöten, dazu kommen Querflöten, Gitarre, Cello, Kontrabass, Fagott und Englischhorn.

Musikerinnen und Musiker suchen Nachwuchs

Das habe sich im Laufe der Jahre so ergeben, sagt Gorny. Und bis heute pflegt das etwa 30-köpfige Ensemble diese Besetzung. Das heißt für die Leitung natürlich, die Stücke hier und da neu zu arrangieren, Stimmen um- und gleich neuzuschreiben. Das Repertoire bewege sich dabei quer durch die Jahrhunderte: Barock, Tango, Schlager, Klassik, Modernes. „Wir haben auch schon mal gejazzt“, sagt Gorny und lacht.

Ein paar wenige Gründungsmitglieder von vor 60 Jahren seien immer noch dabei, zum Beispiel ein 94-jähriger Querflötist. Was die Leute im Musizierkreis hält, weiß Heike Gorny aus eigener Erfahrung natürlich am besten, schließlich war sie selbst als Jugendliche zum ersten Mal dabei und ist bis heute geblieben: „Das ist wirklich eine tolle Truppe“, sagt die Leiterin mehrfach. Jeder fühle sich dort aufgehoben, die Atmosphäre sei einfach sehr schön.

Regelmäßig lädt Gorny professionelle Solisten zu den beiden großen Konzerten auf Schloss Morsbroich ein, einmal im Sommer und einmal im Advent (13. Dezember 2026). Ansonsten spielt der Musizierkreis auf einem guten, aber auf keinem professionellen Niveau. Jeder habe auf den Proben die Gelegenheit, sich in die Stücke einzuarbeiten.

Existenzielle Sorgen muss sich Gorny bei 30 Mitgliedern nicht machen. Dennoch ist das Durchschnittsalter recht hoch. Deshalb freuen sich die Musikerinnen und Musiker über Zuwachs. Und wenn der einmal da war, davon ist die Leiterin überzeugt, dann bleibe der auch: „Die Leute bleiben, bis ihnen der Weg zu schwer geworden ist, nicht das Spielen.“