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Leverkusener Künstler Rolf WetterBilder, mit Hut und Staffelei in der Landschaft gemalt

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Künstlerbunker Karlstraße: Jutta Schmücking baut eine Ausstellung von Rolf Wetter auf. Bild: Ralf Krieger

Künstlerbunker Karlstraße: Jutta Schmücking baut eine Ausstellung mit Landschaftsbildern aus Frankreich von Rolf Wetter auf. 

Die Serie der Bilder aus einer französischen Landschaft entstanden in vielen Jahren.

Für einen Künstler kann es im Alter wichtiger sein, Bilder von früher zu zeigen, als dass man sich neue Werke abringt. Das hat sich vielleicht auch der 83-jährige Rolf Wetter gedacht, der ab Sonntag eine Ausstellung im Künstlerbunker zeigt. Die Bilder entstanden in einer langen Zeitspanne, die von den frühen 1980er-Jahren bis 2009 reicht. Gemalt hat Wetter sie auf die denkbar genüsslich-altmodischste Weise: Er hatte sich in den 1970er-Jahren in die Landschaft am französischen Flüsschen Buëch am Rande der Alpen verguckt und zog von da an für viele Jahre immer wieder mit einem Hocker, Farbe, Wasser, Staffelei, Pinsel und Sonnenhut in die Natur, um dort zu malen. Künstlerisch ist die direkte Landschaftsmalerei, ohne Zwischenmedien wie Fotografie, die vielleicht fundamentalistischste Weise, wie Bilder entstehen können. Es gibt in der Ausstellung auch Fotos davon, wie Wetter in der Landschaft sitzt und malt, sie wirken fast klischeehaft, es fehlt nur die Baskenmütze, wenn man es auf die Spitze treiben wollte.

Rolf Wetter, ein Leverkusener Künstler, der seit Jahrzehnten aktiv ist

Wetter selbst konnte nicht zum Pressetermin zur Ausstellung kommen, das kann mit 83 Jahren schon mal passieren. Zur Eröffnung will er aber anwesend sein, sagt seine vieljährige gute Freundin Jutta Schmücking, die sich, wie Wetter, seit vielen Jahren um die Leverkusener Kunstszene verdient gemacht hat.

In den Jahren sind viele dieser französischen Bilder herausgekommen, ein Teil hängt in der Ausstellung. Obwohl sie während einer Zeitspanne von über 30 Jahren gemalt wurden, wirken sie wie eine Serie. Die Technik ist Gouache, wasserlösliche Farben, die ein wenig anders decken als Aquarellfarben. Wie auch die Freiluftmalerei ist die Technik angenehm „oldschool“, man muss sie aber beherrschen. Wetter beherrscht sie, das sieht man den Bildern an, die Dörfer und die Landschaft am Bach Buëch in allen möglichen Lichtstimmungen, morgens, bei klarer Luft, ganz anders als abends, zeigt.

Abends wird das Licht gelber, was sich gut auf vielen Bildern zeigt - offensichtlich war Wetter öfter abends unterwegs. Dass Wetter das hinbekommen hat, ist kein Wunder, denn er hat eine grundlegend ordentliche Ausbildung zum Künstler an der renommierten Düsseldorfer Kunstakademie genossen, wo er Grafik und Malerei studiert hat.

Rolf Wetter

Rolf Wetter bei einer früheren Ausstellung

Wetter ergriff aber nicht den schwierigen und unsicheren Beruf des Künstlers. Er wurde Kunstlehrer und unterrichtete am Landrat-Lucas-Gymnasium. Aber er blieb einer, der ständig dabeigeblieben ist, immer seine eigenen Werke produziert und in Leverkusen ausgestellt hat.

Rolf Wetter wurde kurz vor Jahresende des Kriegsjahres 1942 in Siegen geboren. Er zog als Sechsjähriger mit seinen Eltern nach Opladen. Seit vielen Jahren hat Wetter in Opladen im Künstlerbunker ganz oben ein Atelier gemietet.

Die Ausstellung im Künstlerbunker Karlstraße 9 in Opladen wird am Sonntagmittag, 27. September, um 11.30 Uhr eröffnet. Die Bilder werden über die Kunstnacht (2. Oktober) bis zum 17. Oktober hängen bleiben. Die Öffnungszeiten unter der Woche: mittwochs, freitags und samstags 16 bis 18 Uhr.