Das Landrat-Lucas-Gymnasium will mit der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule kooperieren, um mehr Kaderathleten einen passenden Schulplatz anbieten zu können.
Käthe-Kollwitz-GesamtschulePolitiker befürworten Ableger der NRW-Sportschule in Rheindorf

Käthe-Kollwitz-Schule an der Deichtorstraße soll eine Klasse der NRW-Sportschule in Opladen bekommen.
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Der Bildungsausschuss begrüßt die Idee, an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf einen Ableger der NRW-Sportschule Landrat-Lucas-Gymnasium zu etablieren. „Das ist eine Superidee für eine Sportstadt“, sagt der Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz (CDU).
Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule soll ab dem Schuljahr 2027/2028 Partner der NRW-Sportschule am Landrat-Lucas-Gymnasium werden. Konkret heißt das: An der Rheindorfer Schule soll eine eigene Sportförderklasse für besonders leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler eingerichtet werden. „Wir sprechen hier von Kaderathleten“, betont Schulamtsleiterin Carolin Maus im Bildungsausschuss. Sie soll mit dem fünften Jahrgang starten und anschließend mit den Jahrgängen aufwachsen. Voraussetzung ist ein bestandener sportmotorischer Test, der gemeinsam mit dem Landrat-Lucas-Gymnasium organisiert werden soll.
Bayer 04 Leverkusen als Partner
An der Gesamtschule gibt es bereits ein Sportprofil, nach dem aktuell zwei Klassen unterrichtet werden. Eine davon soll in das Programm der NRW-Sportschule überführt werden. Sportklassen bekommen mehr Sportstunden, zusätzlichen Athletikunterricht und teilweise zusätzliche Trainern als zweite Lehrkräfte. Leistungssportler werden für Training oder Wettkämpfe teilweise von der Schule befreit und im Gegenzug am Nachmittag gezielt mit dem Lernen unterstützt.
Als Partner sind unter anderem Bayer 04 Leverkusen, der TSV Bayer 04, das Sportinternat, der Olympiastützpunkt Rheinland und Fachverbände vorgesehen. Das Athletiktraining soll teilweise in der neuen NRW-Sportschulhalle in der Neuen Bahnstadt stattfinden, die in Kürze eröffnet werden soll. Für Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule wäre dafür ein Shuttle nach Opladen nötig.
Viele ungeklärte Fragen
Als bekennender Rheindorfer hat vor allem Scholz aber noch viele Fragen: Fallen dann nicht Plätze für „nicht so sportliche Schüler“ weg? Wie wird die Shuttle-Problematik gelöst? Eine bloße Absichtserklärung von Bayer 04 ist ihm „ein bisschen vage“. Außerdem drängt er auf die schnelle Umsetzung des geplanten Neubaus für die Schule, die an einem Standort zusammenziehen soll. Ebenso zügig solle nun der ebenfalls lange geplante Kunstrasenplatz beim TuS Rheindorf kommen.
Maus beruhigt: „Das geht auf keinen Fall auf Kosten anderer Kinder.“ Im Gegenteil würden mehr Möglichkeiten geschaffen: „Wir haben super Athleten, den wollen wir auch was bieten. Derzeit haben wir nicht genug Plätze für Kaderathleten.“ Auch sei das System nicht durchlässig genug, nicht jeder Sportler will auf ein Gymnasium gehen. Es gebe einen Arbeitskreis mit der Stadt, beiden Schulen und Bayer 04. „Alle sind sehr glücklich, dass wir das gemeinsam konzipiert haben.“ Die Staatskanzlei habe dem Konzept bereits zugestimmt.
Unklar ist bislang auch, wie die Lehrerkapazitäten verteilt werden. Wahrscheinlich müssten Lehrkräfte, die in Opladen für die NRW-Sportschule angestellt sind, auch in Rheindorf „unterstützend tätig sein“, sagt Maus. Eine endgültige Zuweisung könne aber erst gemacht werden, wenn die Athleten beisammen sind. Das soll schon zum kommenden Schuljahr 2027/28 passieren. Der Bildungsausschuss hat dem bei einer Enthaltung zugestimmt.
