Die Razzia steht im Zusammenhang mit deutschlandweiten Ermittlungen gegen eine kriminelle Organisation.
Kriminelle BandeEssener Zollfahnder durchsuchen Kiosk in Opladen – hoher Steuerschaden

Zollfahnder im Einsatz (Symbolbild)
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Eine Razzia des Zollfahndungsamts Essen in einem Kiosk in Opladen steht im Zusammenhang mit deutschlandweiten Ermittlungen gegen ein kriminelles Netzwerk, das Millionen Einweg-E-Zigaretten illegal nach Deutschland exportiert und hier verkauft haben soll. Während die Beamten am Dienstag den Kiosk in Opladen durchsuchten, waren Kollegen auch in weiteren Orten im Großraum Köln, im nördlichen Ruhrgebiet, im Raum Koblenz, in Frankfurt/Main und in Stuttgart im Einsatz.
Die Beamten vollstreckten nach Angaben des Zollfahndungsamts Essen insgesamt 13 Haftbefehle, stellten 100 Paletten mit 600.000 illegal eingeführten Vapes und umfangreiche Beweismittel sicher. Sie beschlagnahmten und pfändeten vier Immobilien, ein teures Auto, Luxusuhren, Goldschmuck, Goldbarren und Bargeld im Gesamtwert von 2,25 Millionen Euro sowie 37 Bankkonten.
Ob auch in Leverkusen Haftbefehle vollstreckt wurden und ob illegale Vapes in dem Opladener Kiosk sichergestellt wurden, dazu gab es weder vom Zollfahndungsamt Essen noch von der zuständigen Staatsanwaltschaft Düsseldorf eine Auskunft. Beide Behörden verwiesen auf das Steuergeheimnis.
Die illegalen E-Zigaretten sollen von vier Mitarbeitenden eines chinesischen Herstellers hergestellt worden sein. 19 weitere Mitglieder der Bande sollen zwischen Januar 2024 und März 2025 7,6 Millionen dieser Vapes eingeführt und illegal verkauft haben. Der Steuerschaden soll 33,3 Millionen Euro betragen. Die Gewinne sollen über ein Geflecht von Scheinfirmen mit Hilfe von fingierten Rechnungen über nie erbrachte Dienstleistungen in Deutschland, Belgien und Frankreich nach China zurückgeflossen sein. Hierzu ermittelt die Dienststelle der europäischen Staatsanwaltschaft in Köln.
Die dortigen Ermittler nahmen in Zusammenarbeit mit dem nordrhein-westfälischen Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität und belgischen Behörden ebenfalls am Dienstag zwei weitere Personen fest und durchsuchten zwanzig Privathäuser und Büros. Sie beschlagnahmten ebenfalls Luxusuhren, und -handtaschen, große Summen Bargeld im Gesamtwert von 300.000 Euro. Auch eine geladene Waffe stellten sie sicher.
