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Leverkusener KrankenhausStaatsanwaltschaft kann Remigius keine Schuld an Hitzetoten  nachweisen

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Alexianer Remigius Krankenhaus Sankt Remigius Opladen Bild: Ralf Krieger

Das Alexianer Krankenhaus Sankt Remigius in Opladen.

Ende Juni starben an einem Hitze-Wochenende zwölf Menschen im St.-Remigius-Krankenhaus, in sieben Fällen hatte die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu Todesfällen während einer Hitzewelle im St.-Remigius-Krankenhaus in Opladen sind zu keinem gerichtsfesten Ergebnis gekommen.

Ende Juni 2026 waren in dem Krankenhaus der Alexianer-Gruppe zwölf Menschen unter zunächst ungeklärten Umständen gestorben, deutlich mehr als an durchschnittlichen Tagen. Deshalb leitete die Staatsanwaltschaft Köln ein Todesermittlungsverfahren ein.

Ermittlungen in sieben Fällen

In sieben Fällen sei schließlich ermittelt worden, ob es Hinweise auf Fremdverschulden gegeben habe, erklärt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf Nachfrage. „In keinem dieser Fälle hat sich jedoch letztlich sicher feststellen lassen, dass die seinerzeit herrschenden hohen Temperaturen für den Tod der Patienten ursächlich oder mitursächlich waren.“ Es könne durchaus sein, dass die große Hitze in den Krankenzimmern zur weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis zum Tod der bereits betagten Patienten beigetragen habe. „Gerichtsfest und zweifelsfrei beweisen lässt sich dies jedoch nach dem Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen und den Erkenntnissen des Instituts für Rechtsmedizin nicht“, sagt Bremer. Auch habe es bislang keine konkreten Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Versäumnis des Krankenhauspersonals im Zusammenhang mit der Hitzewelle gegeben.

Während der Hitzewelle mussten in Leverkusen überdurchschnittlich viele Patienten versorgt werden. Als Reaktion entwickelte die Stadt einen Hitzekrisenplan mit fünf Warnstufen und einer engeren Abstimmung zwischen Gesundheitsamt, Feuerwehr, Sozialbereich und Kliniken.

Kürzlich beantragte zudem die Leverkusener Ratsfraktion der Grünen ein kommunales Sofortprogramm, das Alten- und Pflegeheime mit Klimatechnik ausstatten und die Kühlung zunächst von Gemeinschafts- und medizinischen Räumen ermöglichen soll. Die Stadtverwaltung hat ihre Bereitschaft erklärt, bei Fragen und Fördermöglichkeiten zu helfen, eine Finanzierung durch die Stadtkasse sei wegen der Haushaltslage aber nicht möglich.