„Studieren unter Freunden"Das schätzen Studierende am Campus Leverkusen

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Merle Schröder würde den Campus Leverkusen immer weiterempfehlen.

Merle Schröder würde den Campus Leverkusen immer weiterempfehlen.

Seit 2010 gibt es die Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln in Leverkusen. Seit 2022 hat die Fakultät ein eigenes Gebäude in Opladen. Heute bietet der Campus Leverkusen vier Studiengänge an.

Als Studierendenstadt würden wohl die wenigsten Leverkusen bezeichnen – und doch gibt es seit 2010 einen eigenen Hochschulstandort der TH Köln, seit 2022 auch mit eigenem Gebäude in der Neuen Bahnstadt. Rund 600 junge Menschen studieren hier in zwei Bachelor- und zwei Masterstudiengängen. Und sie wissen den Campus Leverkusen durchaus zu schätzen. 

Großes Angebot am kleinen Campus

Merle Schröder studiert angewandte Chemie, mittlerweile im Master. Da es in der Umgebung ihrer Heimatstadt wenige Angebote für ihren Studiengang gab, schrieb sie sich bei der TH Köln ein. Als Schröder ihr Studium aufnahm, gab es das neue Campus-Gebäude in Opladen noch nicht. Stattdessen begann ihr Studium in einem Interimsgebäude im Chempark.

2022 ist Schröder mit der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften in das neue Gebäude gezogen. Sie schätzt die gelassene Atmosphäre unter den rund 600 Mitstudentinnen und ‑studenten. Die Kurse seien kleiner und man würde quasi unter Freunden studieren, so die Master-Studentin.

Etienne Dollhausen studiert die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln.

Etienne Dollhausen studiert „Drug Discovery and Development“ – die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln.

Auch für Etienne Dollhausen, der „Drug Discovery and Development“ im Master studiert, bietet der Standort dadurch einen familiären Umgang. „Man wird gut aufgenommen“, erklärt Dollhausen. Sein Studiengang befasst sich mit der ganzheitlichen Betrachtung des gesamten Prozesses von der Entdeckung bis zur Entwicklung neuer Arzneimittel.

Ein stark ausgeprägtes Studierendenleben gibt es hier nicht, dennoch sieht Merle Schröder viele Chancen. Sie lobt vor allem die Kneipenszene sowie den Bürgerbusch: „Ich habe hier alles, was ich brauche.“ Auch die Fachschaft der Fakultät versuche, das Studierendenleben mit Aktionen wie Partys zum Semesteranfang zu prägen, erzählt Dollhausen. Merle Schröder ergänzt „Leute, die sagen, hier gäbe es nichts, haben es noch nicht richtig erlebt.“

Studieren am Chemiestandort Leverkusen

Studieren am Chemiestandort Leverkusen bietet den Studentinnen und Studenten auch viele Vorteile. „Man bekommt viel Wertvolles vermittelt, das man für den Start ins Berufsleben braucht“, erklärt Etienne Dollhausen. Besonders lobt er die moderne Ausstattung in der Forschung. Die Fakultät vermittle auch aktuelle Stellenausschreibungen, zudem gibt es in Leverkusen viele Werkstudenten-Stellen. 

Der Campus Leverkusen gehört zur TH Köln

Der Campus Leverkusen gehört zur TH Köln

Nach dem Abschluss ihres Masterstudienganges überlegen sowohl Schröder als auch Dollhausen, sich in die Forschung einzubringen. Wünsche für die Zukunft der Fakultät haben sie auch: etwa ein größeres Angebot in der Mensa und eine bessere Finanzierung in der Forschung.

Der Studiengang sei durchaus anspruchsvoll, sagt Dollhausen, darüber solle sich jeder klar sein. Von Leverkusen als Standort solle sich aber niemand abschrecken lassen, der sich für die Thematik interessiere. „Ich kann es jedem empfehlen, hier zu studieren“, sagt Merle Schröder. 


Der Campus Leverkusen der Technischen Hochschule Köln ist auf Angewandte Chemie und Pharmazeutische Chemie spezialisiert und verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit direkter Anwendung in der Industrie. Rund 600 Studierende lernen hier in modernen Laboren, kleinen Gruppen und mit enger Betreuung durch Lehrende. Der Bachelorstudiengang „Pharmazeutische Chemie“ und der Master „Drug Discovery and Development“ bilden die gesamte Wertschöpfungskette der Arzneimittelentwicklung ab – von der Wirkstoffforschung über die Herstellung bis zur Anwendung. Der Fokus liegt dabei auf Tätigkeiten in der Pharmaindustrie, nicht auf dem Apothekenberuf.Auch die Studiengänge der Angewandten Chemie orientieren sich an aktuellen Anforderungen der chemischen Industrie. Themen wie nachhaltige Prozesse, innovative Materialien und moderne Forschung stehen im Mittelpunkt. Studierende arbeiten früh an praxisnahen Projekten und erhalten Einblicke in industrielle Fragen. Die Nähe zur Praxis prägt das Studium: Laborarbeit, Forschungsprojekte und Kooperationen mit Unternehmen bereiten gezielt auf den Berufseinstieg vor. Die Studierendenschaft ist vielfältig – viele kommen aus der Region, einige Studiengänge ziehen auch überregional Interessierte an. Unterschiedliche Bildungswege, darunter Abitur, Berufsausbildung oder berufliche Erfahrung, sind willkommen. (vl)