Beim Stahlhändler und -hersteller übernimmt Ulrike Claus die Verantwortung für die Finanzen.
StahlWechsel im Vorstand von Wuppermann in Leverkusen

Ulrike Claus hat lange bei Thyssenkrupp gearbeitet, bevor sie in den Mittelstand wechselte. Im September wird sie Finanzvorständin bei Wuppermann.
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Die Wuppermann-Gruppe bekommt eine Finanzvorständin. Ulrike Claus kommt vom Remscheider Werkzeughersteller Gedore und übernimmt am 1. September die Aufgaben von Arndt Laßmann, der Ende Juli nach gut zehn Jahren im Vorstand in den Ruhestand gehen wird. Zum Ressort des Finanzchefs gehören bei Wuppermann außer dem Controlling, Finanz- und Rechnungswesen auch die Bereiche IT, Recht und Personal.
Claus hat 2001 bei Thyssenkrupp in Essen angefangen und wurde dort 2016 zur Geschäftsführerin ernannt. Drei Jahre später habe die Diplom-Kauffrau die kaufmännische Geschäftsführung bei der Thyssenkrupp Business Services übernommen, teilte Wuppermann jetzt mit. Danach sei Ulrike Claus in den Mittelstand gewechselt; zunächst als Finanzchefin der apt Holding in Monheim, dann als Geschäftsführerin und Finanzvorständin der Gedore.
Es geht auch um Vertrauen
Wuppermanns Vorstandssprecher Oliver Rechtsprecher bezeichnete Ulrike Claus als „erfahrene Führungspersönlichkeit“, Aufsichtsratschef Theodor Wuppermann gab sich überzeugt, dass die Diplom-Kauffrau das Unternehmen „dank ihrer umfangreichen Erfahrung im Finanzbereich erfolgreich in die Zukunft führen wird“. Claus betonte, dass es im Ressort auch darum gehe, „Vertrauen zu schaffen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Entscheidungen im Sinne aller Beteiligten zu treffen“.
Theodor Wuppermann lobte auch den scheidenden Finanzvorstand. Arndt Laßmann habe „unser Familienunternehmen hervorragend durch die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen zehn Jahre geführt“. Er selbst habe in seiner Zeit als Vorstandssprecher drei Jahre gemeinsam mit Laßmann die Gruppe geführt „und schätze ihn beruflich wie menschlich sehr“. In die Ära Laßmann seien große Investitionen wie die Gründung der Produktionsstätte in Ungarn oder das neue Rohrwerk in Altmünster gefallen.
Wuppermann-Gruppe produziert im Ausland
Die Wuppermann-Gruppe wurde vor mehr als 150 Jahren gegründet. Seit dem Verkauf des Manforter Stahlwerks an Krupp und der bald folgenden Schließung produziert das Unternehmen nur noch im Ausland und betätigt sich von der Fixheide aus im Stahlhandel. Zum Sortiment zählen oberflächenveredelte Flachprodukte, Rohre, Rohrkomponenten und Profile aus Stahl für den Maschinenbau, die Möbel-, Nahrungsmittel-, Verpackungs-, Fahrzeug-, Bau- und Solarindustrie sowie Wasser- und Abwassertechnik. Die Gruppe verfügt über fünf Produktionsstätten und beschäftigt rund 800 Mitarbeitende. 2025 betrug der Umsatz nach eigenen Angaben 654 Millionen Euro.